Fehlende Landeshilfe: Gläubiger entscheiden über CD-Werk

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07. Mai 2008, 08:55 Uhr

Grevesmühlen - Ende der Woche wird über die Zukunft des CD-Werkes Dassow entschieden. Am Freitag soll der Gläubigerausschuss des vor mehr als einem halben Jahr in die Insolvenz gerutschten, einst größten CD- und DVD-Herstellers Europas in Hamburg über die beiden verbliebenen Übernahmeangebote des dänischen Dicentia-Konzerns und des spanischen CD-Herstellers Iberdisc befinden, hieß es gestern aus Unternehmenskreisen. Die Beschäftigten befürworten das Iberdisc-Konzept. Das sei tragfähig und sehe den Produktionsstart im Juni mit 170 Mitarbeitern vor, sagte Betriebsrat Jürgen Thiergart gestern. Bis zum Jahresende soll die Belegschaft auf 240 Mitarbeiter aufgestockt werden.

Indes werden Befürchtungen laut, dass das Werk zerschlagen, einzeln verwertet werden und in Dassow nur noch leere Werkhallen stehen könnten. Nach wie vor gebe es keine Unterstützung der Landesregierung, kritisierte Thiergart. Wie schon in den Monaten zuvor blieben Hilferufe der einst 1100 Mitarbeiter ungehört. „Um uns kümmert sich überhaupt keiner mehr, kein Ministerpräsident, nichts“, so Thiergart. Auch der Insolvenzverwalter rücke nur spärlich Informationen raus.

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