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MV: Job in einem anderen Bundesland : Fast jeder achte Beschäftigte pendelt

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Fast jeder achte Beschäftigte aus MV fährt zur Arbeit in ein anderes Bundesland. Mitte des vergangenen Jahres pendelten 74 822 Menschen über die Landesgrenze, wie das Statistische Amt mitteilte.

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erstellt am 29.Jun.2011 | 12:10 Uhr

Fast jeder achte Beschäftigte aus Mecklenburg-Vorpommern fährt zur Arbeit in ein anderes Bundesland. Mitte des vergangenen Jahres pendelten exakt 74 822 Menschen über die Landesgrenze, wie das Statistische Amt mitteilte. Das waren rund 1300 weniger als 2009. 83,6 Prozent hatten Arbeit in einem westlichen Bundesland, zumeist in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Was die Statistik auch verrät: 56,2 Prozent der Pendler waren mehr als 40 Jahre alt. Im Gegenzug kamen 22 752 Beschäftigte aus anderen Ländern zur Arbeit in den Nordosten, zumeist aus Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die meisten Berufsein- wie -auspendler waren im Verarbeitenden Gewerbe tätig.

Wenig überraschend dabei ist, dass in den westlicheren Kreisen die Auspendlerquote am höchsten, in den östlichen dagegen niedriger ist. So liegt der Anteil der Auspendler am allen im Kreis wohnenden Arbeitnehmern in Nordwestmecklenburg und Bad-Doberan zwischen 50 und 60 Prozent, in Ludwigslust zwischen 40 und 50 Prozent. In die Landeshauptstadt Schwerin indes pendeln zwischen 50 und 60 Prozent ein.

Angesichts wachsenden Fachkräftemangels hatte die Rückholagentur mv4you jüngst unter dem Motto "Arbeiten in MV statt Pendeln und Stau" eine weitere Werbeaktion unter Berufspendlern gestartet. Dabei soll ihnen an Bahnhöfen und an Autobahnraststätten unter anderem mit Jobangeboten die Rückkehr an Arbeitsplätze in der Heimat schmackhaft gemacht werden. Das sei ein "immenses Potenzial an Fach- und Führungskräften", das der heimischen Wirtschaft zunehmend fehle, hieß es. Als Hauptgrund für das Pendeln gilt das nach wie vor beträchtliche Lohngefälle. An Bahnhöfen und Rastplätzen entlang der Autobahn A 24 werden bei der Aktion sogenannte Pendler-Taschen verteilt - gefüllt unter anderem mit Stellenangeboten regionaler Unternehmen und Informationsmaterialien aus dem Land. Kleine und mittelständische Unternehmen erhielten so die Möglichkeit, "auf sich als attraktiver Arbeitgeber aufmerksam zu machen und die ersten Kontakte zu zukünftigen Mitarbeitern zu knüpfen".

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