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Betroffene im Landkreis Güstrow : Fast ein Drittel mehr Pflegebedürftige

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Die Zahl der Pflegebedürftigen ist in Güstrow binnen sechs Jahren um 29,3 Prozent gestiegen. Dies teilte die DAK unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Amtes in MV mit.

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erstellt am 14.Apr.2011 | 08:42 Uhr

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist im Landkreis Güstrow binnen sechs Jahren um 29,3 Prozent gestiegen. Dies teilte die DAK unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Amtes in Mecklenburg-Vorpommern mit. 2009 waren den Erhebungen zufolge 4433 Menschen in der Region auf Pflege angewiesen. 2003 waren es noch 3429. Im landesweiten Vergleich liegt der Kreis Güstrow damit über dem Landesdurchschnitt von 26 Prozent.

"Diese Zahlen zeigen vor allem die Folgen der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts. Künftig wird die Frage nach einer guten und verlässlichen Versorgung im Alter noch stärker in den Mittelpunkt rücken", sagte Christiane Köster, DAK-Chefin in Güstrow. "Die Pflegeversicherung darf nicht privatisiert und zum Spielball wirtschaftlicher Schwankungen am Kapitalmarkt werden", fordert sie.

Fehlendes Personal in Alten- und Pflegeheimen und überlastete Angehörige im privaten Umfeld sind nach DAK-Angaben zentrale Probleme, die stärker angegangen werden müssen. "Pflegende Angehörige sind die Stütze einer immer älter werdenden Gesellschaft - ihnen gilt unser besonderes Augenmerk", so Christiane Köster. Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden beispielsweise in Nordrhein-Westfalen in den eigenen vier Wänden versorgt, entweder durch einen Pflegedienst oder durch Angehörige. Ein Teil der Pflegekosten werde von den Pflegekassen übernommen, die an die Krankenkassen angegliedert sind.

Darüber hinaus bietet die DAK Pflegeberatungen an. Diese beinhalten nicht nur die Leistungen der DAK, sondern alle Hilfsangebote im Rahmen von Pflegebedürftigkeit vor Ort. Dazu gehören unter anderem die Information über Pflegedienste und Pflegeheime, Tagespflege, Essen auf Rädern und viele andere Angebote.

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