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Falle: Hunde sollten aufgespießt werden

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erstellt am 25.Jun.2010 | 10:08 Uhr

Gadebusch | Die Mitglieder des Gadebuscher Hunde- Freizeit und Sportvereins (HFSV) zählen zu den er folg reichsten Sportlern in MV. Aber: Sie haben Feinde, die es auf ihre Tiere abgesehen haben. So rammten unbekannte Täter angespitzte Eisenstangen in den Boden nahe des Gadebuscher Vereinsgeländes. Die perfide Hoffnung: Die Tiere sollten bei einem Sprung in Richtung eines Wassergrabens damit aufgespießt werden. Das fast unglaubliche Glück: Ausgerechnet eine Katze namens Murle durchkreuzte den Plan der Hundehasser. Als sie sich an einem der Spieße schubberte, entdeckte ein Passant die Falle. Der Mann informierte die Vereinsmitglieder.

"Versteckt im hohen Böschungsgras, waren die angespitzten Eisenstangen geeignet, den Tod eines Hundes oder schwere Verletzungen herbei zu führen", sagt Ralf Koeppe vom HFSV. Nach seinen Angaben war der Boden auch mit Glasscherben präpariert. Koeppes Vereinskollege Rolf Köhler: "Geköpfte Flaschenhälse und Scherben wurden so in die Erde gesteckt, dass sich unsere Hunde die Beine aufschlitzen und Sehnen durchtrennen können. Man kann nur schwer in Worte fassen, was hier versucht wurde." Bei den Tieren handelt es sich u. a. um Begleit- und Zuchthunde mit einem Wert von bis zu 3000 Euro. Der ideelle Wert ist nicht bezifferbar.

Die Gadebuscher Polizei stellte die Eisenspieße sicher. "An ihnen wird nach DNA-Spuren gesucht. Sie können zu den Tätern führen", sagt Kripo-Chef Wolfgang Weidemann. Nach seinen Angaben war die Falle zielgerichtet. "Wir prüfen auch, inwieweit Personen gefährdet gewesen sind. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich mit uns in Verbindung zu setzen, damit der Fall schnellstmöglich geklärt werden kann", so Weidemann.

Die Fläche, auf der die Eisenspieße in die Erde gerammt waren, befindet sich unmittelbar am Weg zum Hundesportplatz. Nach dem Training springen einige Tiere zum Abkühlen in den Wassergraben. Dies ist nach Vereinsangaben mit dem Ordnungsamt abgesprochen.

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