Ex-Minister Holter bringt Landesbeteiligung an Werften in Gespräch

Wadan Yards Wismar Foto: Jens Büttner
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Wadan Yards Wismar Foto: Jens Büttner

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04. Dezember 2008, 01:45 Uhr

Schwerin - Vor dem Hintergrund absehbarer Finanzierungsengpässe im Schiffbau sieht der frühere Schweriner Arbeitsminister Helmut Holter (Linke) den Staat verstärkt in der Pflicht. „Letztendlich dürfen auch Beteiligungen des Landes an den Werften nicht ausgeschlossen werden“, erklärte Holter am Donnerstag in Schwerin. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag forderte als Reaktion auf die Finanzmarktskrise einen „Pakt der Vernunft“ und gemeinsame Kraftanstrengungen von Wirtschaft und Politik.

Wie Landes-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) am Mittwoch sagte, zeichnen sich für mehreren Werften im Land finanzielle Engpässe ab. Die Bundesregierung wolle deshalb mit Kreditbürgschaften helfen, bei denen die staatliche KfW-Bank 90 Prozent der Kredite verbürgt. Laut Schiffbau-Verband sind derzeit 58 Aufträge für Neubauten auf deutschen Werften gefährdet. Grund dafür sei, dass die Reedereien die bestellten Schiffe bei der Abnahme zum Teil nicht mehr finanzieren könnten.

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