Es war sogar ein Sieg möglich - Hansa 2:2 in Duisburg

Der FC Hansa startete gestern zum Abschluss des 1. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga mit einem 2:2 (1:1) beim MSV Duisburg in die Saison 2008/09.

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19. August 2008, 09:52 Uhr

Rostock/Duisburg - Zwei Veränderungen gab es im Vergleich zum 2:0 in der 1. DFB-Pokal-Runde bei Holstein Kiel. Kern kehrte erwartungsgemäß nach überstandener Angina in die Anfangs-Elf zurück. Eine Überraschung war, dass Orestes auf der Bank Platz nahm. Bartels blieb zunächst ebenfalls draußen. An Stelle von Orestes rückte Lense ein in die Innenverteidigung. Als rechter Verteidiger stand Langen neu im Team.

Bereits nach dreieinhalb Minuten liegt Hansa 0:1 hinten. Freistoß für Duisburg durch Grlic, Brzenska befindet sich im Abseits, das bleibt ungeahndet. Die Kugel flippert unkontrolliert durch den Rostocker Strafraum. Ein desaströser Defensivauftritt der Blau-Gelben: Keiner kriegt den Ball aus der Gefahrenzone, im Gegenteil, sie bringen ihn durch Kerns Querschläger erst recht rein, und dann kommt das Gegentor nur folgerichtig.

Bis kurz vor der Pause sahen die Gäste keine Sonne Kurz darauf fast das 2:0, als sich Kouemaha weder von Gledson noch Lense stoppen lässt und den Ball an den Pfosten platziert (8.). Dann abermals Kouemaha schneller als Gledson, Rahn blockt den Schuss des Kameruners (19.). Kouemaha zum Dritten: Schuss aus kurzer Distanz, Hahnel rettet zur Ecke (26.).

Die Blau-Gelben von der Küste sahen keine Sonne, liefen nur hinterher, speziell die unmittelbare Abwehr „schwamm“. Was die Vergnügtheit der mitgereisten FCH-Fans allerdings offenbar kaum beeinträchtigte. Sie trieben ihr Team weiterhin lautstark voran – und bekamen die Belohnung dafür.

Kerns Kopfball nach Vorarbeit von Retov und Schindler geriet noch gar zu kraftlos und unplatziert (32.), doch kurz vor der Pause fiel – wenn auch zugegebenermaßen wie aus heiterem Himmel – der Ausgleich. Rathgeb hatte den Ball von ganz hinten heraus geschlagen, Gledson (!) leitete ihn an der Strafraumgrenze direkt mit dem Kopf weiter, in der Mitte rammte Dorn die Kugel geradezu mit gestrecktem Bein und der Sohle ins Netz (40.).

Schreck kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit: Die Rostocker Abwehr stellt – offensichtlich irritiert, weil deutlich hörbar jemand pfeift, allerdings nicht der Schiedsrichter – auf einmal die Arbeit ein, Wagner knallt den Ball unter die Latte (44.). Aber das zweite „Zebra“-Tor war nur kurzzeitig aufgehoben. Gleich nach Wiederbeginn profitierte Makiadi unter anderem von einer groben Unzulänglichkeit Rahns und schob konzentriert ein.

Doch die Mecklenburger erneut um eine Antwort nicht verlegen. Dorn war mit Volleyschuss nach Retov-Ecke – leider genau auf Torwart Starke – schon dicht dran am 2:2, Kern erzielte es dann – mit sicher verwandeltem Elfmeter. Zuvor war Dorn von Avalos direkt vor dem Tor umgerissen worden, wofür der Duisburger blank Rot sah – Rostock also fortan in Überzahl.

Damit verschoben sich die Gewichtungen. Die Gäste waren nun erheblich mehr am Geschehen beteiligt, angesichts von einem Mann mehr für über eine halbe Stunde wurde jedoch nicht konsequent genug der Sieg gesucht.

Duisburg: Starke – Chaftar, Brzenska, Avalos (V/56. rote Karte), Branco, Tararache, Grlic, Makiadi, Ede
(58. Schlicke), Wagner (V/85. Wagner), Kouemaha (71. Adler).
Rostock: Hahnel – Langen (V), Lense, Gledson, Rahn – Retov, Rathgeb (V/67. Fillinger) – Schindler, Lechleiter (67. Bartels) – Kern, Dorn (86. Cetkovic/V)

Schiedsrichter: Rafati (Hannover)
Zuschauer: 15 100
Tore: 1:0 Wagner (4.), 1:1 Dorn (40.), 2:1 Makiadi (48.), 2:2 Kern (57./Foulelfmeter)

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