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Hagenow: Verdi informiert Kreiskrankenhaus über Fusion : Es geht um die Rechte der Mitarbeiter

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Die Zeit drängt. Auf der letzten Kreistagssitzung vor der Gebietsreform sollen die Mandatsträger über die Bildung der Krankenhaus GmbH abstimmen.

svz.de von
erstellt am 01.Jun.2011 | 11:03 Uhr

Die Zeit drängt. Auf der letzten Kreistagssitzung vor der Gebietsreform sollen die Mandatsträger über die Bildung der Krankenhaus GmbH abstimmen. Bis dahin soll die Fusion über die Bühne gehen. Derzeit laufen in den Häusern in Ludwigslust und Hagenow die Vorbereitungen. Beide Einrichtungen stehen derzeit in unterschiedlichen Trägerschaften, die neue GmbH wird Mitglied der Diakonie werden. Und hier liegt die Schwierigkeit im Detail. Denn das Ludwigsluster Haus war schon immer evangelisch geprägt, das Hagenower Haus eher öffentlich-rechtlich. Es sind schon zwei Kulturen, die nunmehr aufeinander treffen.

Auf einer Verdi-Mitarbeiterversammlung im Hagenower Kreiskrankenhaus informiert Gewerkschaftssekretär Hans Sieweke die Belegschaft über die aktuelle Situation, und darüber wie er sagte, "welche Brocken nunmehr auf sie zukommen können."

Eigentlich wollte der Gewerkschaftssekretär auch im Stift in Ludwigslust so eine Zusammenkunft mit den interessierten Mitarbeitern machen. Wie er im Gespräch mit SVZ sagte, habe die Leitung des Ludwigsluster Hauses ihm das allerdings nicht genehmigt, so dass die Einladung für die Verdi-Mitglieder und Ludwigsluster Mitarbeiter für den 14. Juni um 14 Uhr in das Forsthaus ausgesprochen wurde. Worum ging es in Hagenow? "Ich informiere die Beschäftigten hier darüber, auf welche möglichen Varianten sie sich im Prozess der Fusion einstellen müssen", sagte Sieweke. "Letztendlich geht es um die Durchsetzung der Rechte der Mitarbeiter. Wenn beispielsweise eine Schlichtungsvereinbarung kommt, hätten die Beschäftigten keine Arbeitskampfmöglichkeiten mehr. Aus meiner Sicht ist vorgesehen, dass in einem gemeinsamen Haus der Betriebsrat verschwinden soll, dafür soll eine Mitarbeitervertretung kommen, die keine rechtlichen Möglichkeiten mehr hätte. Der Betriebsrat hingegen kann klagen", erläuterte Sieweke das Für und Wider. Nun liegt es an den Beschäftigten in beiden Häusern, wie sie sich im Vorfeld der vorgesehenen Fusion aufstellen.

"Aus meiner Sicht gestaltet sich der Prozess der Annäherung nicht einfach, dennoch wird es für keinen Kollegen nach der Fusion eine Verschlechterung geben, was beispielsweise die Arbeitsbedingungen und die Gehälter betrifft. Das Stift ist aus meiner Sicht ein Stück weit bereit, auf unsere Forderungen einzugehen. Allerdings soll es für die Besucher in Hagenow dann schon erkennbar sein, dass es ein kirchliches Krankenhaus ist. Aber es wird niemand von den Beschäftigten gezwungen, deshalb in die Kirche einzutreten", sagte Hans Sieweke im Gespräch mit SVZ. Die Fusion wird weiter vorbereitet, die Annäherung wird sich als hartes Stück Arbeit erweisen.

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