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19. Oktober 2017 | 16:41 Uhr

Es fand eine Überforderung statt

vom

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erstellt am 16.Aug.2010 | 11:34 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa erwies sich in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen die hoch favorisierte TSG 1899 Hoffenheim (Elfter der 1. Bundesliga 2009/10) als chancenlos. Bereits nach weniger als einer halben Stunde lagen die Rostocker am Sonnabend in der DKB-Arena mit 0:3 zurück. Am Ende hieß es 0:4 (0:4), wobei in der zweiten Hälfte eine Resultatsverbesserung im Bereich des Möglichen lag. Insgesamt aber waren zuviele Blau-Weiße auch kopfmäßig vom Tempo überfordert.
Im Vergleich zum vorangegangenen 2:0 im Punktspiel gegen Koblenz blieben Evl-juskin und – erstmals in dieser Saison nicht in der Start-Elf – Vujanovic draußen. Gusche kehrte zurück in den Abwehrverbund, und auch Lange durfte von Beginn an ran.
Taktisch sah Trainer Vollmann vor, dass im Mittelfeld Müller sowie ihm zur Seite Jänicke und Lange die Verteidigung verstärken sollten. Davor hatten Pannewitz und Lartey neben defensiven Pflichten auch die Aufgabe, die einzige Spitze Schied offensiv zu unterstützen.
Diese keilförmige Forma-tion also war die von Vollmann angekündigte „saubere taktische Ausrichtung“, und sie hätte bei strikter Disziplin und Konzentration funktionieren können. Doch was nützt alle Theorie, wenn man sich solch haarsträubende Fehler leistet wie Müller und Lange vor dem 0:2 (18.) bzw. 0:3 (28.), als sie ohne Not die Kugel maßgerecht dem Hoffenheimer Ibisevic servierten, der dann vollendete bzw. für Mlapa auflegte?! Rostocker machen Scorerpunkte für den Gegner: Das waren Total-Blackouts, die unterstrichen, wo sich der FC Hansa – ein Verein, der im ersten Halbjahr 2008 noch 1. Bundesliga spielte! – fußballerisch momentan befindet, wie tief er tatsächlich gesunken ist. Wobei dafür weder die jetzige Mannschaft noch der Trainer und auch nicht der aktuelle Vorstand die Verantwortung tragen
Auch das 0:1 (14./über links, entsprungen einer „Kerze“ von Müller) und das 0:4 (32./unbehelligt vorbereitet von Mlapa über die andere Angriffsseite der Gäste) waren in der Entstehung allzu billig. Pech natürlich, dass justament, als sich der FCH gerade anschickte, vernünftig Fußball zu spielen, der Doppelschlag vom 0:2 zum 0:4 erfolgte.
In der ersten Halbzeit brachte der FCH nur Anflüge von Torgefahr zustande, wobei es dann in der Regel schnell über die rechte Seite ging: Pannewitz erste Sahne auf Schied (23.), Schyrba-Flanke, Müller-Eingabe (26.), Schied auf Müller (44.).
Nach der Pause beschränkten sich die Hoffenheimer zunehmend aufs Verwalten. Deren Trainer Ralf Rangnick: „Wir hätten etwas zielstrebiger auf das fünfte, sechste Tor spielen können, aber es ist nicht einfach, beim Stand von 4:0 den Spannungsbogen extrem hoch zu halten.“
So hätte für Hansa zumindest der Ehrentreffer herausspringen sollen. Lartey hatte nach Vorarbeit von Pannewitz – hielt als einziger Rostocker halbwegs mit dem Niveau des Erstligisten Schritt – und Vujanovic aus fünf Metern die Riesenchance, schoss jedoch 1899-Keeper Starke an (64.). Letzterer wehrte auch einen von Lartey durch die Mauer gehämmerten 25-Meter-Freistoß ab (79.).

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