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Rostocks Ruderer in Hamburg in bestechender Form : Erste Weltcup-Medaille für Drahotta

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Bei ihrer Rückkehr in den olympischen Doppelzweier der leichten Frauen beim Ruder-Weltcup in Hamburg hatte Marie-Louise Dräger vom ORC Rostock allen Grund zu strahlen.

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erstellt am 20.Jun.2011 | 10:54 Uhr

Hamburg | Bei ihrer Rückkehr in den olympischen Doppelzweier der leichten Frauen beim Ruder-Weltcup in Hamburg hatte Marie-Louise Dräger vom ORC Rostock allen Grund zu strahlen. Zwar waren die beiden USA-Girls Kristin Hedstrom/Julie Nichols einen winzigen Moment vor ihr und Partnerin Anja Noske (RV Saarbrücken) im Ziel, aber das Finale macht Mut auf mehr. "Nach knapp zehn gemeinsamen Trainingsfahrten lief es im Vorlauf noch nicht rund, aber über das Finale haben wir uns gesteigert und uns in der Weltelite zurückgemeldet", äußerte sich Marie.

Mit einer offensiven Renntaktik hatten die deutschen Damen den Favoritinnen aus den Vereinigten Staaten und Dänemark in Zugzwang gebracht. An der 1000-Meter-Streckenhälfte passierten Dräger/Noske als Erste die Zwischenmarke. Doch in einem harten Kampf schwanden 500 Meter vor dem Ziel etwas die Kräfte, was die US-Girls rennentscheidend nutzten. "Am Ende fehlten Marie-Louise und Anja nach ganz oben 1,38 Sekunden, aber das stachelt ihren Ehrgeiz weiter an. Deshalb sind wir mit dem Auftakt zufrieden", zog Bundestrainerin Brigitte Bielig ein positives Resümee.

Zufrieden konnte auch Felix Drahotta die Heimfahrt Richtung Rostock antreten - mit seiner ersten Weltcupmedaille im Gepäck. Er und sein Zweierpartner Max Munski (Lübeck) mussten nur die Weltmeister aus Neuseeland ziehen lassen. "Die Kiwis rudern derzeit in einer anderen Liga - fast außerirdisch", sagte der Zwei-Meter-Mann. Doch wie sich die beiden Norddeutschen gegen die heftig attackierenden Südafrikaner wehrten, verdient schon Respekt.

Ulrike Sennewald und Nadja Drygalla wollten sich nach der Rückkehr aus dem Trainingslager im Frauenachter mit der Weltelite vergleichen. Doch die planen etwas anders als die deutschen Damen. Weltmeister USA, Rumänien, Canada und Australien sowie die in München überraschend siegenden Holländerinnen reisten nicht an. Die Britinnen verzichteten wegen der EHEC-Gefahr. "So blieben uns nur die Fünften vom Weltcupauftakt zum ersten Vergleich", bedauerte Schlagfrau Sennewald. Doch im Finale ließ die neuformierte Nachwuchscrew - die Hälfte der Mädels könnte noch bei der U23-WM starten - den Frauen aus dem Reich der Mitte keine Siegchance. Selbst die Schwachstelle Startphase gelang gegen die Rivalinnen aus China.

Der Schweriner Hannes Ocik beendete sein Weltcup-Debüt in Hamburg mit einem Sieg im B-Finale der Vierer ohne (Gesamtplatz sieben).

In Luzern, der nächsten Weltcup-Station in drei Wochen, wird dann auch Stephan Krüger im Doppelzweier als Deutschland 1 starten. "Eric und ich absolvieren mit Blick auf die WM in Bled ein hartes Trainingspensum", entschuldigte Krüger seine Abwesenheit in Hamburg.

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