Erst die Spritze, dann stricken - die Kinderklinik des Kreiskrankenhauses Perleberg legt nicht nur Wert auf gute Diagnostik

Wer bringt sein Kind schon gern ins Krankenhaus. Doch manchmal lässt sich das nicht umgehen. Dann ist es gut, Tochter oder Sohn in einer Kinderklinik behandelt zu wissen, die auch entsprechende Voraussetzungen bietet.

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19. September 2008, 09:46 Uhr

Perleberg - Auch Kinder haben ein Recht auf Qualität, sagt die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland, und hat deswegen schon 1998 den Tag des Kinderkrankenhauses ins Leben gerufen, der in diesem Jahr am morgigen 21. September begangen wird.

Doch natürlich belässt es die Gesellschaft nicht bei diesem Tag, sondern hat sie vor allem gemeinsam mit kinder- und jugendmedizinischen Verbänden die Mindesqualitäten definiert, die eine Kinderklinik oder -abteilung bieten muss. Und dazu gehört ausreichendes Fachpersonal bei Ärzten und Schwestern ebenso wie entsprechende Diagnostik-Ausstattung.

Beides, so betont die Chefärztin der Kinderklinik im Kreiskrankenhaus Prignitz, Dr. Gerda Wiggers, könne die Perleberger Einrichtung vorweisen. „Wir sind drei Kinderärzte, zwei ausgebildete und einer in Ausbildung, haben 12 ausgebildete Fachkinderkrankenschwestern“, zählt sie auf. Und, was eben so wichtig ist, „wir sind für alle Notfälle vorbereitet“. Das Perleberger Krankenhaus biete sehr gute Diagnostik-Möglichkeiten.

Mit CT, MRT und dem gut ausgestatteten Labor, das zudem noch mit dem des Schweriner Krankenhauses kooperiere, „können wir die Kinder auch bei seltenen Erkrankungen schon durchdiagnostiziert an Spezialkliniken überweisen“, betont die Chefärztin.

Diagnostik ist das eine. Doch eine liebevolle Atmosphäre in der Kinderklinik, in der sich die kleinen Kranken gut aufgehoben fühlen, ein mindestens eben so wichtiger Aspekt. Dr. Wiggers lobt ihr Team, das „sehr engagiert ist“, und verweist auf das jährliche Kinderfest im Zusammenhang mit dem Tag des Kinderkrankenhauses, zu dem in dieser Woche wieder viele Mädchen und Jungen kamen. „Gerade auch unsere ehemaligen Patienten. Und sie taten das mit Freude.“

Ein Wunder ist das für die Chefärztin nicht, denn sie weiß, mit wie viel Zuwendung die Kleinen nicht nur medizinisch betreut werden, sondern die Schwestern auch malen und basteln. So wird die Klinik entsprechend der Jahreszeiten gestaltet, sorgen die Schwestern dafür, dass sich im Spielzimmer „nicht nur Plüschtiere befinden, sondern auch Beschäftigungsmaterial für größere Kinder“.

„Denn wir betreuen und behandeln Mädchen und Jungen im Alter von 0 bis 18 Jahren“, erklärt Dr. Wiggers. Und für die Neugeborenen stricken die Schwestern sogar, nämlich kleine Handschuhe und Schühchen.

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