Erneuter Brand im Boizenburger Kulturhaus

20 Kameraden waren mit vier Fahrzeugen  ausgerückt.
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20 Kameraden waren mit vier Fahrzeugen ausgerückt.

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14. August 2008, 08:34 Uhr

Boizenburg - 13.23 Uhr erklang dreimal der auf- und abschwellende Ton der Sirenen in Boizenburg. Nur vier Minuten später verließen zwei Einsatzwagen die Feuerwache „Adolf Hansen“. 13.30 Uhr erreichten sie in der Bahnhofsvorstadt den Ort des Geschehens.

Da zogen bereits dichte Rauchschwaden über das „Kulti“, offene Flammen schlugen aus einem der Fenster im Westflügel. Alles war schwarz, und es stank fürchterlich. Das Feuer hatte Einrichtungsgegenstände im ehemaligen Bühnenbereich erfasst und begonnen, sich mehr und mehr auszubreiten.

Dem bereiteten die ehrenamtlichen Lebensretter der Boizenburger Wehr konzentriert und zielstrebig ein Ende. Für den Gemeindewehrführer Bernd Buck sollte es nach dem 11. November 2006 der zweite Löscheinsatz am einstigen „Kulturhaus“ sein. Damals bekämpften 138 Kameraden aus sieben Wehren ein Feuer, dessen Flammen den Dachstuhl durchbrochen hatten.

Der Großbrand hatte die einst so beliebte Kulturstätte der Boizenburger vernichtet. Diese Ausmaße sollte der gestrige Einsatz nicht erreichen. Es genügten vier Einsatzfahrzeuge und 20 Feuerwehrleute, um schnell Herr der Lage zu werden.

Das Löschen erfolgte mit zwei C-Rohren. Wasser lieferten anfangs die Tanks von zwei Fahrzeugen, insgesamt 5000 Liter. Es erfolgte zeitgleich der Aufbau einer Versorgungsstrecke zu dem rund 160 Meter entfernten Hydranten. Eine Heidenarbeit. Acht Schläuche mussten dazu ausgerollt und miteinander verkoppelt werden.

Gegen 13.45 Uhr meldete Einsatzleiter Bernd Buck, dass der Brand bis auf einige Nachlöscharbeiten bekämpft sei. Diese waren notwendig, weil im Innern des Westflügels des Gebäudes noch so genannte Brandnester gefunden worden waren.

Zur Brandursache wollte sich Bernd Buck gestern noch nicht hundertprozentig festlegen, natürlich sei es, wie er meinte, naheliegend, dass hier jemand gezündelt hätte. Doch bewiesen ist noch nichts.

Zu den Beobachtern des Einsatzes zählten auch Franziska Carolin Rese und ihre Freundin Selina Brosch. Als sie das Feuer entdeckt hatten, hatten sie einen großen Schreck bekommen. Sie staunten, wie schnell die Feuerwehrleute alles unter Kontrolle hatten.

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