Erneut Warnstreiks: Etwa eine Million Sendungen nicht in Postfächern

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22. April 2008, 11:34 Uhr

Hamburg - Die Gewerkschaft ver.di hat am Dienstag ihre Warnstreiks im Tarifkonflikt mit der Post fortgesetzt. Laut ver.di legten in 40 Städten rund 450 Beschäftigte in der Postfachverteilung die Arbeit nieder. Dadurch waren Großkunden wie Unternehmen, Behörden oder Verwaltungen am stärksten betroffen.

Rund eine Million Sendungen wurden nicht verteilt. In Düsseldorf und Schwerin beispielsweise, den Hauptstädten von Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern, waren auch die Landesministerien betroffen. Am Mittwoch sollen die Warnstreiks weitergehen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die Streiks dieser Tage seien „Kostproben des Widerstands“.

Auch Kunden in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland bekamen die Warnstreiks zu spüren. In den hessischen Städten Darmstadt, Fulda, Gießen und Frankfurt blieben laut ver.di insgesamt 89 000 Briefe liegen.

Auch im Briefverteil- Zentrum in Berlin-Lichterfelde ruhte die Arbeit. Am Montag waren durch den Warnstreik bereits drei Millionen Briefsendungen liegengeblieben. An normalen Werktagen befördert die Post rund 71 Millionen Briefsendungen.

Die Tarifparteien hatten sich am Wochenende nicht einigen können. An diesem Freitag beginnt die Urabstimmung über einen unbefristeten Ausstand. Er könnte am 2. Mai beginnen. Trotz der Warnstreiks will die Deutsche Post vorerst kein neues Angebot vorlegen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) forderte Gewerkschaft und Post auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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