Allensbach-Studie : Erbschaftswelle von "historischem Ausmaß"

Die Deutschen werden nicht nur immer älter, sie haben auch immer mehr zu vererben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie. Die Verfasser sehen eine "Erbschaftswelle" von "historischem Ausmaß" über das Land hereinbrechen.

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01. Juni 2012, 09:26 Uhr

Die Deutschen werden nicht nur immer älter, sie haben auch immer mehr zu vererben. Zu diesem Schluss kommt eine gestern in Berlin vorgestellte Allensbach-Studie im Auftrag der Postbank. Die Verfasser sehen sogar eine "Erbschaftswelle" von "historischem Ausmaß" über das Land hereinbrechen. "Was aktuell und zukünftig in Deutschland an Vermögenswerten vererbt wird, hat es in dieser Dimension bisher nicht gegeben", sagte Postbank-Privatkundenvorstand Michael Meyer. So habe mehr als jeder fünfte Nachlass in Deutschland einen Wert von über 100 000 Euro, Tendenz steigend. Auf "bare Münze" setzen die Erblasser von morgen dabei offenbar weniger oft als auf Immobilien. Der Studie zufolge werden Häuser, Grundstücke und Wohnungen künftig in zwei von drei Nachlässen enthalten sein. Mehr als jeder zweite Deutsche geht davon aus, ein Eigenheim zu vererben. Bisher sei dies nur gut jeder Fünfte gewesen. Die Meinungsforscher glauben eine Einstellungsänderung zu erkennen, die Meyer so zusammenfasst: "Das Geld gebe ich zu Lebzeiten noch selber aus, aber das Eigenheim vererb ich." Die Schattenseite des neuen Erben glücks: Mit der Höhe der Erbschaft steigt statistisch gesehen auch die Wahrscheinlichkeit für Streit unter den Erben. Darauf seien die Nachlassgeber meist "nicht eingestellt", sagte Meyer.

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