Endlich neue Masken: Rettungstechnik von 1990 wird ersetzt

Brandmeister Henri Alm (links), Rolf Nieske: 60 000 Euro für Sicherheitstechnik der neuesten Generation. Foto: Ove Arscholl
Brandmeister Henri Alm (links), Rolf Nieske: 60 000 Euro für Sicherheitstechnik der neuesten Generation. Foto: Ove Arscholl

Wenn Rostocks Feuerwehrleute ausrücken, um Leben zu retten, bringen sie sich oft genug selbst in Gefahr. Das Brandschutz- und Rettungsamt nutzt Atemschutzgeräte, die fast 20 Jahre alt sind. Längst veraltet und schon lange gefährlich.

svz.de von
28. Oktober 2008, 08:08 Uhr

Rostock - Gleich nach der Wende hat sich das neu gegründete Rostocker Brandschutz- und Rettungsamt mit neuester Technik eingedeckt. Moderne Gasmasken, moderne Lungenautomaten, moderne Pressluftbehälter.

Alles, was der Lebensretter zum Lebenretten braucht. Doch seitdem ist die Zeit bei den Feuerwehrleuten stehen geblieben. „Für die Anschaffung neuer Technik fehlten die Mittel“, erklärt Burghard Matysek vom Brandschutzamt. Flickwerk wurde betrieben, die Geräte getestet und gewartet – mehr aber nicht.

Das soll sich jetzt ändern. Für einer erste Marge von 60 000 Euro bestellt die Berufsfeuerwehr noch in diesem Jahr Atemschutz- und Sicherheitstechnik der neuesten Generation. Immerhin gehe es auch um das Leben der Feuerwehrleute im Einsatz, sagt Matysek.

Masken und Lungenautomaten gehörten nun mal zu den wichtigsten Arbeitsmitteln. Eine Argumentation, der sich auch die Mitglieder des Hauptausschusses gestern nicht verschließen wollten. Sie stimmten mit großer Mehrheit für die Anschaffung, die immerhin durch Geld aus dem Land gegenfinanziert ist.

427 Einsätze im Jahr
In den kommenden Jahren soll die Technik der Berufsfeuerwehr weiter auf den neusten Stand gebracht werden. Kostenpunkt: einige hunderttausend Euro. Das dieses Geld gut angelegt ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Demnach ist die Rostocker Feuerwehr im vergangenen Jahr zu 427 Brandeinsetzen ausgerückt.

Zwar handelt es vornehmlich um so genannte Kleinfeuer. Aber immerhin: 35-mal hatten die Feuerwehrleute Groß- und Mittelbrände zu löschen. Dabei retten die Mannen im Blaurock 14 Leben, ein Mensch starb. Diese Quote soll mit neuer Technik verbessert werden. Moderne Geräte verfügen über einen zweiten Luft-Anschluss, mit dem andere Menschen versorgt werden können.

Neben der Atemschutztechnik wird noch in diesem Jahr ein Mannschaftswagen der Freiwilligen Feuerwehren Warnemünde und Groß Klein, der im März mit Totalschaden ausfiel, für 40 000 Euro ersetzt.

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