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Start für erste große Straßenbaumaßnahme dieses Jahres in Lübz : Ende einer langen Schlaglochpiste

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Die Arbeiten am ersten der in diesem Jahr drei großen Straßenbau-Vorhaben in Lübz haben begonnen und sollen bis Mitte November abgeschlossen sein. Bis zu gut vier Meter tief muss der Boden ausgehoben werden.

svz.de von
erstellt am 28.Jul.2011 | 08:46 Uhr

lübz | Bis zu gut vier Meter tief - so viel wie sonst nirgends in der Stadt - muss der Boden ausgehoben werden, um im letzten Abschnitt der bis dahin schon sanierten Scharnhorststraße ab der Kreuzung am Netto-Markt und Hinter der Wohrte bis zur Plauer Chaussee den Abwasser- und Regenkanal sowie den gesamten Straßenaufbau zu erneuern. Die Arbeiten am ersten der in diesem Jahr drei großen Straßenbau-Vorhaben in Lübz - in diesem Fall eine gemeinsame Maßnahme der Stadt und des Eigenbetriebes Abwasser - haben begonnen und sollen bis Mitte November abgeschlossen sein. Angefangen werden sollte eigentlich schon vor rund zwei Wochen, was Probleme bei der Lieferung von Material verhinderte. "Gerade bei Betonwaren haben wir dies in jüngerer Vergangenheit schon öfter erlebt", sagt Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau beim Amt Eldenburg Lübz.

Fördermittel für Neubau des maroden Abwasserkanals

Auslöser dafür, mit den Arbeiten zu beginnen, war die Bereitstellung von Fördermitteln für den Neubau des Abwasserkanals. Nach einer Untersuchung per Kamera, die die Rohre von innen filmte, stand fest, dass sie unter anderem wegen Rissen und versetzter Muffen nicht mehr lange durchhalten werden. Einfacher zu erkennen war der miserable Zustand der von großen Schlaglöchern übersäten Fahrbahnoberfläche. "Das Problem bestand darin, dass hier eine ohne ausreichende Frostschutzschichten gebaute Pflasterstraße überasphaltiert wurde", so Salomon. "Der oft lehmige Untergrund bot keine Hohlräume, in die sich gefrierendes Wasser ausdehnen könnte. Um die Oberfläche erst einmal zu verbessern, wurde unmittelbar nach der Wende Asphalt aufgetragen. Die Materialien passen jedoch nicht zusammen. Pflaster ist relativ beweglich, Asphalt starr. Frost hat in diesem Fall leichtes Spiel, wenn Wasser durch leicht entstehende Risse eindringt und weitere Bereiche aufsprengt."

Der Neubau einer Straße erfolgt nach so genannten "Frostempfindlichkeits-klassen", die unter anderem vom Grundwasser und der Feinheit der sie umgebenden Materialien abhängen. Der reine Straßenkörper in genanntem Bereich wird 65 Zentimeter stark sein.

Regen- und Abwasser fließen von der Plauer Chaussee in Richtung Scharnhorststraße. Die Tiefe, in der die Steinzeug- beziehungsweise größeren Betonrohre fürs Regenwasser (im Durchmesser bis zu 50 Zentimeter stark) verlegt werden, reicht von 2,5 bis 4,20 Meter.

"Auch für Anlieger wird es zu Einschränkungen kommen, aber der Baubetrieb ist bemüht, sie so gering wie möglich zu halten", sagt Salomon. "Wir haben die Firma beauflagt, rechtzeitig über den Ablauf zu informieren." Verunsicherung habe es zum Beispiel unter den Nutzern von etwa 60 im Baugebiet stehenden Garagen gegeben.

Lieferverkehr muss reibungslos möglich sein

Sie ausnahmslos zu unterrichten, sei schwierig gewesen, weil viele von ihnen nicht im direkten Umfeld und manche nicht einmal in Lübz wohnten. Geeinigt wurde sich darauf, am Giebel des Garagenkomplexes vor dem Betriebsgelände von Taxi-Gieseler eine hölzerne Tafel aufzustellen. Wenn Behinderungen absehbar sind, sollen sie dort angeschlagen werden. "Im Vorfeld gab es eine Informationsveranstaltung für die Eigentümer der anliegenden Grundstücke. Sie haben Mieter in Kenntnis zu setzen. Zu beachten ist unter anderem auch, dass der Lieferverkehr für den Getränkemarkt im ehemaligen Kino reibungslos funktionieren kann", so der Bereichsleiter.

Um nicht die gesamte Straße auf einmal zu blockieren, soll die Fahrbahn abschnittsweise immer unmittelbar nach Verlegung der Rohre provisorisch wieder benutzbar gemacht werden, bevor sie zur endgültigen Asphaltierung für einige Tage in voller Länge gesperrt werden muss.

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