Einmaligem Museum droht das Aus - Einrichtung benötigt Fördergeld

Das weltweit einzigartige Artistenmuseum in Klosterfelde steht vor dem Aus. Es fehlt das Geld, um im nächsten Jahr mit einem festangestellten Mitarbeiter den Weiterbetrieb zu sichern.

svz.de von
27. Oktober 2008, 07:23 Uhr

Klosterfelde - Das Museum wolle nach den Worten von Inhaber Roland Weise vom 1. Januar an erstmals eine feste Stelle schaffen. Doch dafür sei eine jährliche Lohnsumme von 20 000 Euro erforderlich, so der ehrenamtliche Geschäftsführer gestern. Bisher sei die Suche nach Spendern und Sponsoren aber erfolglos geblieben. Im Falle der Schließung seien außerdem Fördergelder zurückzuzahlen.

Zurzeit arbeiten in dem Museum neben Weise drei Mitarbeiter auf Ein-Euro-Basis und eine weitere Mitarbeiterin, deren Vertrag bis Jahresende befristet sei. „Diese Mitarbeiterin hat sich hier sehr gut eingearbeitet und wäre die richtige Wahl für die feste Stelle“, erläuterte Weise. Nur sie dürfe zurzeit die Kassenarbeit erledigen, deshalb werde sie auch im nächsten Jahr gebraucht.

Der 80-jährige Weise will sich nach eigenen Angaben aus Altersgründen langsam aus dem 1997 eröffneten Museum zurückziehen. „Wir haben bisher keine Schulden“, betonte Weise. Allerdings habe das Museum noch nicht den diesjährigen Zuschuss des Landes in Höhe von 5000 Euro erhalten. Das Ministerium habe aber betont, das Geld für dieses Jahr werde gezahlt.

Weise sagte: „Ich hoffe, dass das Kulturministerium seine jährliche Unterstützung auf 25 000 Euro erhöht, dann könnten wir auch die geplante feste Stelle finanzieren.“

Besucher aus der ganzen Welt
Das täglich geöffnete Artistenmuseum wird seit 2005 von einem Förderverein getragen, dessen Vorsitzende die Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann (Linke) ist. In diesem Jahr kamen bisher etwa 17 000 Touristen aus aller Welt. 2007 wurden 17 500 Besucher gezählt. Am 1. November eröffnet Justizministerin Beate Blechinger (CDU) im Museum die Sonderschau „Weltstars: Deutsche Artisten 1945-2008“.

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