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Sanierungsarbeiten am Dachstuhl des Gotteshauses in Jördenstorf : Eine Kirche mit zwei Dachstühlen

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Die Kirche in Jördenstorf hat zwei Dachstühle. "Rund 30 Jahre nach Fertigstellung der Kirche hat man in das bestehende Dachgebälk noch einmal einen zweiten Dachstuhl eingebaut.

svz.de von
erstellt am 06.Jul.2011 | 11:33 Uhr

Die Kirche in Jördenstorf hat zwei Dachstühle. "Rund 30 Jahre nach Fertigstellung der Kirche hat man in das bestehende Dachgebälk noch einmal einen zweiten Dachstuhl eingebaut. Das ist einmalig im Norden", sagt Pastor Daniel Havemann. In dem Dach seiner Kirche klaffte nun ein riesiges Loch. Über dieses hat man zurzeit von einer Rüstung aus einen umfassenden Blick auf die Dachsparren über dem Kirchenschiff. Bei denen fällt insbesondere ein enges Achsenmaß zwischen den Gebinden ins Auge.

"Wir gehen davon aus, dass die Kirche zunächst mit Reet gedeckt war und erst später ein Ziegeldach bekam. Für diese hat man dann in den bestehenden Dachstuhl noch einen zweiten eingebaut. Von daher rührt unter anderem auch das viele Holz, das hier verbaut wurde", erläutert Zimmerermeister Ronald Klemmer. Im Grunde sei der Dachstuhl für sein Alter sehr gut erhalten. Dennoch hätten sich im Laufe der Jahrzehnte an einigen Stellen Schädlinge eingenistet, berichtet Klemmer. Wasser sei eingedrungen. So sei es jetzt unter Beachtung denkmalpflegerischer Aspekte notwendig, das Dachtragwerk wieder so herzustellen, dass es fortan seine statischen Funktionen wieder erfüllt.

Diesen war bereits zu Beginn des Jahres eine dendrologische Untersuchung vorausgegangen. Holzproben haben ergeben, dass die Kirche 1262 errichtet wurde. Auf diese Weise kann die Kirchgemeinde im kommenden Jahr das 750-jährige Bestehen ihrer Kirche feiern. Um so mehr freut es zahlreiche Gemeindemitglieder, dass von den 70 000 Euro Eigenanteil für die Dachstuhlsanierung bereits 35 000 Euro zusammengekommen sind. Nach Beendigung der aktuellen Arbeiten soll die Sanierung der Kirche an der Südseite und dann an der Nordseite fortgesetzt werden. Damit wird nach gegenwärtigem Stand der Dinge die gesamte Sanierung insgesamt 210 000 Euro kosten. Von diesen trägt ein Drittel die Landeskirche, ein Drittel das Land Mecklenburg-Vorpommern und ein Drittel die Kirchgemeinde. In den zurückliegenden Monaten, so berichtet Pastor Daniel Havemann, hätten viele kleine Spenden von zehn bis 35 Euro dazu beigetragen, dass schon so viel Geld für die Sanierung des Dachstuhls zusammenkam.

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