Eine Garantie für Redefin

Viel Lob für die Mitarbeiter und Helfer, ein Investitionsprogramm von elf Millionen Euro bis 2015 und die Garantie, das Landgestüt Redefin im Landesbesitz zu belassen, all das hat Landwirtschaftsminister und Hausherr Till Backhaus (SPD) nach den diesjährigen Hengstparaden verkündet.

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28. September 2008, 07:39 Uhr

Redefin - Nach dem Abschluss der diesjährigen Pferdeschau in Redefin hat Hausherr Till Backhaus eine umfassende Garantie für das „Schmuckkästchen“ des Landes gegeben. Solange er Verantwortung trage, werde das Gestüt im Landesbesitz bleiben. Zugleich bestätigte er das in den vergangenen Monaten immer wieder angekündigte Investitionsprogramm des Landes auf dem Gestütsgelände. Es geht um elf Millionen Euro, die bis etwa 2015 oder etwas später investiert werden sollen. Zugleich bedankte sich Backhaus auf dem Empfang nach dem Abschluss der Hengstparaden vor allem bei den Mitarbeitern des Gestüts, die auch angesichts der Krise in den vergangenen Monaten Großes geleistet hätten.

Am Sonnabend war vor 5300 Zuschauern die vierte und letzte Hengstparade des Jahres vorgeführt worden. Insgesamt sahen in diesem Jahr damit etwas mehr als 22 000 Menschen eine der schönsten Pferdeschauen Deutschlands. Offiziell war man in Gestüt und Ministerium mit den Besucherzahlen zufrieden. Noch vor wenigen Jahren waren jedoch mehr als 30 000 Besucher pro Jahr gezählt worden, noch 2004 mussten Interessenten wegen zu großer Nachfrage nach Hause geschickt werden.

Backhaus holte sich auf dem Empfang mit Sponsoren, Medienpartnern sowie Mitarbeitern und Helfern der Parade auch zur Medienschelte aus. Er sei oft erschüttert gewesen, „über das, was da teilweise veröffentlicht“ worden sei und habe darunter genauso gelitten wie die Mitarbeiter. Man sei aber bei der Aufarbeitung der Vorfälle weit vorangekommen, obwohl noch nicht alles zu 100 Prozent erledigt sei, spielte er auf Vorwürfe um die private Verwendung von Fahrzeugen und Futtermitteln an. Gleich mehrfach am Abend gab es Appelle an den Pferdezuchtverband zur Mitarbeit. Aus dessen Kreisen waren viele Hinweise zum möglichen Missbrauch öffentlicher Mittel im Gestüt gekommen.

Backhaus kündigte am Sonnabendabend an, möglichst noch in diesem Jahr einen neuen Landstallmeister als Gestütschef präsentieren zu wollen. Auf die laufende Ausschreibung habe es bisher 48 Bewerbungen gegeben. Damit neigt sich die Amtszeit des Übergangsgeschäftsführers Hans-Thomas Sönnichsen dem Ende zu. Der frühere Geschäftsführer der Landgesellschaft war von Backhaus nach den Vorwürfen über Missstände und private Vorteilsnahme aus dem Ruhestand geholt worden.

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