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Güstrow : Einblicke in größte Biogasanlage

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In Güstrow befindet sich die weltweit größte und modernste Biogasanlage der Welt. Hier die exklusive Einblicke in den erst vor zwei Jahren fertig gestellten Bioenergiepark.

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2011 | 02:07 Uhr

In Güstrow befindet sich die weltweit größte und in ihrer Anlagenkonfiguration modernste Biogasanlage der Welt. Hier wird in industriellem Maßstab Biogas erzeugt und auf Erdgasqualität veredelt. Pro Stunde speist die "Nawaro Bioenergie GmbH" allein 5000 Kubikmeter Bio-Erdgas in das anliegende Erdgasnetz. Dies nahm unsere Zeitung zum Anlass unseren Lesern bei der SVZ-Sommertour exklusive Einblicke in den erst vor zwei Jahren fertig gestellten Bioenergiepark zu gewähren.

Insgesamt 20 Teilnehmer nutzten gestern diese besondere Möglichkeit und lauschten gespannt den Ausführungen von Betriebsleiter Norbert Hoogen, der unsere Leser persönlich über die 20 Hektar große Anlage führte. Anhand einer umfangreiche Präsentation erklärte der Betriebsleiter zunächst die einzelnen Schritte, die nötig sind um aus Rohstoffen wie Mais und Getreide das Endprodukt Biogas herzustellen und ließ anschließend mit einigen interessanten Zahlen und Fakten aufhorchen.

Stadt wie Güstrow könnte dreimal versorgt werden

Rund 400 000 Tonnen Biomasse wie Mais- oder Grassilage können mit Hilfe der insgesamt 20 Gärbehälter, auch Fermenter genannt, pro Jahr auf der Anlage verarbeitet werden. Eine Stadt wie Güstrow könnte damit ganze dreimal versorgt werden. Da staunte unser Leser Jürgen Liebscher nicht schlecht: "Ich wusste zwar, dass die Anlage groß ist, damit hätte ich jedoch absolut nicht gerechnet", war der Rentner sichtlich überrascht.

Doch auch während der anschließenden Führung hatte Norbert Hoogen die eine oder andere Überraschung parat und stand unseren Lesern Rede und Antwort. Der erste Weg führte die Besuchergruppe direkt in den Anlieferungsbereich in dem auch die so genannte Anmaischung stattfindet. Renate und Wolfgang Rühmling zögerten nicht lange und nahmen sogleich eine Geruchsprobe. "Die Maische an sich riecht eigentlich fast gar nicht, eher sogar angenehm", stellten die beiden Güstrower zufrieden fest. "Ich habe fast 30 Jahre lang in der Zuckerfabrik gearbeitet, da ist man ganz andere Gerüche gewohnt", resümierte Wolfgang Rühmling mit einem Schmunzeln. Und auch eine der jüngsten Teilnehmerinnen, Luise Neumann, war durchaus angetan von den vielen Eindrücken. "Mein Kindergarten war schon einmal hier, aber da durfte ich nicht mit, weil ich nicht alt genug war. Deshalb wollte ich mir die Biogasanlage heute unbedingt anschauen", war die Sechsjährige begeistert.

Im Anschluss an den Anlieferungsbereich führte Norbert Hoogen die Leser in das Heizwerk der Anlage. "Hier wird Energie hergestellt, um die Fermenter stets auf Temperatur zu halten", erklärte der Betriebsleiter den Sommertour-Teilnehmern, bevor er ihnen zum Abschluss einen Einblick in die Düngemittelfabrik gewährte.

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