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Lehrpfand Lähnwitz wird heute am Tag des Waldes eröffnet : Einblick in Landschaft und Geschichte

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Einblicke in Landschaft und Geschichte soll der Lehrpfad Lähnwitz geben. Heute, am Tag des Waldes, wird er eingeweiht. Gäste sind dazu um 14.30 Uhr am Forsthaus in Lähnwitz willkommen.

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erstellt am 21.Mär.2011 | 10:37 Uhr

Einblicke in Landschaft und Geschichte soll der Lehrpfad Lähnwitz geben. Heute, am Tag des Waldes, wird er eingeweiht. Gäste sind dazu um 14.30 Uhr am Forsthaus in Lähnwitz willkommen. Das Forstamt Güstrow hat den Lehrpfad mit Unterstützung des Naturparks Sternberger Seenland gestaltet. Er verbindet auf einer Strecke von acht Kilometern alte Kulturstätten, Zeugnisse der frühen Besiedlung des Gebietes, mit forstwirtschaftlichen Elementen, die den Wald prägen. Im Internationalen Jahr des Waldes, von den Vereinten Nation 2011 ausgerufen, möchte das Güstrower Forstamt "das Bewusstsein und das Wissen um die Erhaltung und Entwicklung aller Arten von Wäldern zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen fördern", betont Thomas Langer, Mitarbeiter des Forstamtes Güstrow, hier für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Starten kann der Besucher des Lehrpfades am Campingplatz am Gardener See. An der dann folgenden ersten Detail-Schautafel erfährt er etwas über Erosionsrinnen, ein Relikt der letzten Eiszeit. Wo das Schmelzwasser abfloss, sind noch heute Einschnitt zu sehen. Es folgen Hügelgrab, Großsteingrab, Gräberfeld und Steinkreis. An der Stelle habe man auf Vorarbeiten durch den Naturpark Sternberger Seenland zurückgreifen können. "Hier treffen sich unsere Interessen, passt eines zum anderen", betont Thomas Langer und ist schon bei den Resten eine alten Allee, die einst vom Kloster Dobbertin angelegt wurde: drei mächtige Douglasien. An weiteren Stationen, so erklärt Thomas Langer, wird die Entwicklung der Landschaft, geprägt durch den Wald und den Menschen, dokumentiert. Dabei soll auch der Wandel der Forstwirtschaft deutlich gemacht werden. "Wald ist heute Naturschutz, Wirtschaft und Naherholung", betont der Mitarbeiter des Güstrower Forstamtes. So könne der Besucher z.B. sehen, wie der Wald heute durch Naturverjüngung umgebaut wird. Die Buche spiele dabei eine große Rolle. Früher war es die Kiefer. Das zeige z.B. ein stattliches Exemplar einer Schwedenkiefer, etwa 220 Jahre alt und mit einem Stammumfang von 3,25 Metern. Auch auf Totholz als Lebensraum und auf schützenswerte Natur wir das Brümmel- und das Postmoor werde aufmerksam gemacht.

Der Lehrpfad ist nur eines mehrerer Projekte des Güstrower Forstamtes im Jahr des Waldes. Es folgt ein Waldkonzert im September. Oben auf der Rodelbahn in den Heidbergen soll es stattfinden. Thomas Langer kündigt Alphörner- und Jagdhörner-Klänge an und hofft auf ein herbstliches Ambiente. Außerdem bietet das Forstamt Waldführungen für Kindergarten- und Schulgruppen an.

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