Bäckerei Manfred Ickert investiert in den Ausbau : Ein Meister und sein cooles Vorhaben

 Manfred Ickert (r.) lüsst sich von Handwerker Bodo Zander ein Detail auf dem Plan erläutern. maria Nielsen
Manfred Ickert (r.) lüsst sich von Handwerker Bodo Zander ein Detail auf dem Plan erläutern. maria Nielsen

Bäckermeister Manfred Ickert möchte den Mund nicht zu voll nehmen, aber ein klares Ziel hat er mit seinem neuesten Projekt: "Die Leute sollen zum Eisessen nach Neuhaus kommen".

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03. Februar 2011, 10:56 Uhr

Bäckermeister Manfred Ickert möchte den Mund nicht zu voll nehmen, aber ein klares Ziel hat er mit seinem neuesten Projekt: "Die Leute sollen zum Eisessen nach Neuhaus kommen. Das Eis wird sehr gut sein, die neuen Räumlichkeiten, die jetzt entstehen schick und gemütlich."

Handwerker haben mit dem Umbau begonnen

Zurzeit sind die Handwerker dabei, einen Teil des ehemaligen Penny-Gebäudes für diese Zwecke umzubauen. Die Verhandlungen mit der Eigentümerin des Gebäudes, der Cabeg-Verwaltungsgesellschaft, waren langwierig und zäh, aber nun ist alles eingetütet. Die Bäckerei Ickert investiert in nicht unerheblichem Maße und beteiligt sich auch an den Umbaukosten.

"Dafür haben wir einen langfristigen Mietvertrag abschließen können", so Manfred Ickert. Die Idee, hier etwas entstehen zu lassen, wurde schon vor längerer Zeit geboren, als klar war, dass für den Penny-Supermarkt ein neues Gebäude gebaut werden wird. Die Fläche im vorherigen Gebäude reichte dem Discounter nicht mehr aus.

Nun wird freigewordene Fläche von der Bäckerei Manfred Ickert, vom Getränkeland und dem Fleischereigeschäft der Agrarproduktion Lübtheen belegt. Mit den Lübtheenern ist die Cabeg aber noch nicht endgültig einig. Ickert hingegen hofft, dass es beim Ausbau voran geht und die Leute aus Neuhaus und Umgebung schon bald hier ihr Eis schlecken können. Dafür haben Mitarbeiter mit Konditorausbildung Seminare belegt, hat sich Manfred Ickert auf der weltweit größten Eismesse in Rimini in Italien umgesehen, hat für die Eismaschine doch einen Hersteller aus dem Schwäbischen gewählt und bezieht ganz in der Nähe die für das Eis benötigte Milch. "Wir wollen möglichst Produkte aus der Region einsetzen und daher kommen Milch und Sahne, wie übrigens auch schon für unsere Puddings und Cremes in unseren Kuchen, vom Hof Weitenfeld aus der Teldau," so Ickert.

Die Eismanufaktur, also der Raum, in dem das Eis produziert wird, wird vom Verkaufs- und Gastraum durch Glaswände getrennt sein. Man kann also zugucken, wie die Leckerei hergestellt wird. An einem geschwungenen Tresen wird der Kunde sich entweder Eis, aber natürlich auch Kuchen und Getränke abholen können. "Das wird kein Café im eigentlichen Sinn mit einer Bedienung, sondern ein größerer Back-Shop, mit einem großen Snack-Bereich, in dem neben belegten Brötchen und anderen Snacks wie frischem Salat oder auch Suppe eben auch Kuchen und Eis über den Tresen gehen."

Das heißt aber nicht, dass die Gäste im Stehen essen müssen. In aufgelockerter Form werden über 40 Sitzplätze entstehen. Ist erstmal wieder Frühling und erlauben die Temperaturen einen Aufenthalt draußen an der Luft, dann können sie vor dem Geschäft Platz nehmen. Auch hier soll mit Pflanzen und Möbeln gestaltet werden. Bäckermeister Ickert ist von seinem Konzept überzeugt. Er beobachtet in seinen anderen Backshops, dass die Kunden sich gerne auf einen Kaffee hinsetzen und auch gerne etwas zum Kaffee essen. Für die Zubereitung von Brötchen und Salaten sucht er übrigens noch eine "Kaltmamsell" für das zukünftige Geschäft.

"Für unseren Betrieb ist der Vorstoß in diesen Bereich schon so etwas wie eine neue Dimension, aber ich bin vom Konzept überzeugt und hoffe, dass wir damit richtig liegen", so der Elbtalbäcker mit Firmensitz in Neuhaus.

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