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Interview: Zootierinspektor Mirko Daus : Ein Herz für Hunde und Frösche

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Ein Leben ohne die Natur und ihre vielfältigen Bewohner kommt für Mirko Daus nicht in Frage. Seit 26 Jahren ist er Tierinspektor im Schweriner Zoo und ein Quell spannender Geschichten.

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2011 | 10:47 Uhr

Ein Leben ohne die Natur und ihre vielfältigen Bewohner kommt für Mirko Daus wohl nicht in Frage. Seit 26 Jahren ist er Tierinspektor im Schweriner Zoo und ein Quell spannender Geschichten rund um Raub-, Krabbel-, Kriech- oder Flugtiere. Wenn er nicht gerade im Zoo ist, dann warten zu Hause seine Hunde oder Frösche auf ihn. Ein spannendes Familien- und Privatleben schafft er nebenbei natürlich auch noch. Jetzt nahm er sich Zeit für die 20 Fragen der SVZ.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schwerin?

Daus: Gar nicht so einfach, es gibt viele schöne Plätze in Schwerin. Aber am besten abschalten kann ich wohl bei einem Spaziergang auf dem Franzosenweg oder rund um den Faulen See, wo ich als Kind auch immer unterwegs war.

Was würden Sie als Oberbürgermeister in Schwerin sofort ändern?

Ich würde versuchen, mehr Hochschulen in die Stadt zu holen, um so für mehr junge Leute zu sorgen.

Wo kann man Sie in Schwerin am ehesten treffen?

Natürlich im Zoo. Eine besondere Affinität habe ich hier zu den Nashörnern. Gemeinsam mit dem ersten Nashorn bin ich nämlich auch an den Zoo gekommen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Schüler habe ich Hunde abgerichtet, das mache ich übrigens auch heute noch.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Das Geld habe ich in Bücher gesteckt, natürlich Tierbücher.

Was würden Sie gerne können?

Ich würde gerne mehr Fremdsprachen beherrschen, vor allem Spanisch und Portugiesisch, weil ich sehr gerne in Südamerika unterwegs bin. Zurzeit verständige ich mich dort mit Englisch - und mit Händen und Füßen.

Was stört Sie an anderen?

Ich mag nicht solche Leute, die Wasser predigen und selbst Wein trinken, die einem also vorgeben, was man tun und wie man sein sollte, aber sich selbst nicht daran halten. Und Intoleranz kann ich auch nicht leiden.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Ich lache gerne über gute Witze und die höre ich sehr oft - im Freundeskreis und auch bei der Arbeit.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Das vergesse ich meistens ganz schnell wieder, aber da gibt es bestimmt einiges.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Mein Vater, weil er ehrlich war, kompromissbereit und sich immer selbst treu geblieben ist. Von ihm habe ich auch die Leidenschaft für die Natur geerbt. Als Steppke hat er mich oft aufs Moped geschnallt und ist mit mir in die Natur gefahren.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Meisten lese ich mehrere Bücher gleichzeitig, zurzeit Hermann Hesses "Frühlingserwachen" und Stieg Larssons "Verblendung" und "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Ich verpasse immer mal wieder eine Sendung, die ich gern gesehen hätte. "Tatort" schaue ich sehr gern und ziemlich regelmäßig.

Wo trifft man Sie eher: bei einem Spiel der Posthandballer oder bei den SSC-Volleyballerinnen?

Bei den Volleyballerinnen.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Die Verhaltens- und Schimpansen-Forscherin Jane Goodall. Zwar sind Frösche mein persönliches Spezialgebiet, aber die Experten kenne ich schon alle.

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Deutsche Gerichte, genauer gesagt Spiegelei. Ich kann nämlich nicht besonders gut kochen und auch als Esser kann ich nur so viel sagen "schmeckt" oder "schmeckt nicht".

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Ich höre gerne jede Art von Musik, von Hardrock bis Udo Jürgens. Sie muss nur fröhlich sein. Aber besondere Erinnerungen verknüpfe ich mit einem einzelnen Lied nicht.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Mein tollstes Geschenk habe ich mir selbst gemacht, beziehungsweise meine Eltern. Für 25 Mark habe ich mir als Elfjähriger meinen ersten Hund gekauft, einen Schäferhundmischling, den ich Nero getauft hatte, der sich dann aber als Neri entpuppte. Eine sehr kluge Hündin, die gut 15 Jahre bei mir blieb. Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich möchte mit meinen beiden Jungs nochmal eine Südmarika-Tour machen. Vor zwei Jahren waren wir zusammen in Venezuela, ich möchte gerne nochmal mit ihnen an den Amazonas.

Was werden Sie als Rentner machen?

Ich hoffe, dass ich im Alter immer noch meine zahlreichen Hobbys pflegen kann, nämlich Reisen, in der Natur sein, Terraristik, Aquaristik, Jagd, Jagdhunde und Hundezucht. Heute züchte ich deutsche Drahthaar.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Kerstin Westorf. Sie ist Besitzerin einer tollen Hundeschule in Keez.

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