Ein Foyer voller Berufe

Welcher Beruf ist der Richtige? Der Lehrstellentag unserer Zeitung bietet künftigen Schulabgängern heute eine Chance auf berufliche Frühorientierung. Von 10 bis 13 Uhr stellen sich mehr als 70 Unternehmen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern den Jugendlichen vor. Im Gepäck haben sie Tipps und Lehrstellenangebote.

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10. Oktober 2008, 05:26 Uhr

Schwerin - Die steigenden Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen für Schulabgänger im Nordosten sind unter Schülern noch weitgehend unbekannt. Das ergab zumindest eine Studie des Instituts für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung (ISBW) Neustrelitz.

Der Lehrstellentag unserer Zeitung steuert dem bereits seit Jahren entgegen. Heute bietet er künftigen Schulabgängern zum 11. Mal einen Überblick über Ausbildungsfirmen unserer Region. Von A wie Aker Werft bis Z wie Zahntechnik – mehr als 70 Unternehmen aus unterschiedlichen Wirkungskreisen haben sich im Foyer unseres Verlagshauses angesagt. So viele Ansprechpartner auf einen Blick findet man nur selten. An ihren Ständen haben sie Tipps für eine ansprechende Bewerbung und Kontakte zu den richtigen Ansprechpartnern ebenso parat wie konkrete Ausbildungsangebote.

Die Studie des Sozialforschungsinstituts ergab: 70 Prozent der befragten Schüler rechnen damit, dass sie für eine Ausbildung, die ihnen eine Arbeit und ein regelmäßiges Einkommen sichert, MV verlassen müssen.

„Wir brauchen künftig jeden Menschen in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU). „Wir können uns nicht mehr leisten, dass rund 6000 Jugendliche zur Ausbildung das Land verlassen.“ Seidel zufolge gebe es 2010 nicht mehr genug Schulabgänger für die betrieblichen Lehrstellen. Derzeit werden rund 11 500 betriebliche Lehrstellen angeboten, in zwei Jahren würden aber nur noch 10 300 Jugendliche die allgemeinbildenden Schulen verlassen.
Für die Studie wurden 355 Mädchen und 351 Jungen aus den Klassen 8 bis 13 in den Kreisen Demmin, Müritz, Mecklenburg-Strelitz und aus Neubrandenburg befragt. Knapp 40 Prozent gaben an, mangels Chancen weggehen zu müssen, etwa 30 Prozent erklärten, weggehen zu wollen.

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