zur Navigation springen

Deutliches Lohngefälle zwischen Ost und West : Ein Drittel weniger Lohn

vom

Zwei Jahrzehnte nach der Einheit verdienen Arbeitnehmer im Osten immer noch bis zu einem Drittel weniger als im Westen. Im Schnitt liege das Lohngefälle bei 17 Prozent.

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2011 | 09:10 Uhr

Zwei Jahrzehnte nach der Einheit verdienen Arbeitnehmer im Osten immer noch bis zu einem Drittel weniger als im Westen. Im Schnitt liege das Lohngefälle bei 17 Prozent, berichtete die "Bild"-Zeitung gestern auf Grundlage einer eigenen Auswertung von Daten der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Demnach verdienen Feinmechaniker, Gas-Wasser-Installateure oder Fleischer in den neuen Ländern rund 30 Prozent weniger als im Westen. Für Kfz-Mechaniker und Drucker liegt die Differenz bei gut 28 Prozent, für Bäcker, Köche oder Sozialarbeiter bei rund 20 Prozent.

Besonders hoch ist das Lohngefälle bei Fräsern. Während im Westen im Schnitt 2425 Euro im Monat gezahlt werden, liegt das Durchschnittsgehalt im Osten bei 1631 Euro - rund 33 Prozent weniger. Den Berechnungen zufolge lagen in zwei der untersuchten 100 Berufe die Ost- über den West-Löhnen: Friseure bekämen zwei Prozent mehr Gehalt, bei Briefzustellern liege das Plus bei vier Prozent.

Der Projektleiter des Lohnspiegels, Reinhard Bispinck, erklärte das Lohngefälle mit einer geringeren Tarifbindung der ostdeutschen Firmen. "Zudem gibt es im Osten weniger große Betriebe", sagte Bispinck.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen