Autohaus Zimmermann bekommt Regionalauszeichnung : Ehrung für Ludwigsluster Landessieger

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und Ulrich Effing (r.), Projektleiter des Deichmann-Förderpreises, überreichen Unternehmer Josef Zimmermann (M.) einen symbolischen Scheck über 1000 Euro und die Urkunde für den Landessieger. Michael Seifert
Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und Ulrich Effing (r.), Projektleiter des Deichmann-Förderpreises, überreichen Unternehmer Josef Zimmermann (M.) einen symbolischen Scheck über 1000 Euro und die Urkunde für den Landessieger. Michael Seifert

Ein großer Tag für Zimmermann: Wirtschaftsminister Seidel war extra nach Ludwigslust gekommen, um dem mittelständischen Unternehmen eine besondere Auszeichnung zu überreichen.

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20. Oktober 2011, 10:47 Uhr

Ein großer Tag für Josef Zimmermann und sein Team: Wirtschaftsminister Jürgen Seidel war gestern extra nach Ludwigslust gekommen, um dem mittelständischen Unternehmen eine besondere Auszeichnung zu überreichen. Das Autohaus Zimmermann hat die Regionalauszeichnung des Deichmann-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 1000 Euro gewonnen. In seiner Begründung für diese Entscheidung hob Ulrich Effing, Projektleiter des Deichmann-Förderpreises, das Engagement des Unternehmers Josef Zimmermann und seiner Mitstreiter hervor. ",Der Josef, den kenne ich schon lange, der hat das verdient’, war bereits vor Beginn der Veranstaltung von mehreren Seiten zu hören und das umschreibt auch die Wertschätzung, die Josef Zimmermann und seinen Beschäftigten entgegengebracht wird", sagt Ulrich Effing.

Unternehmer Josef Zimmermann hilft benachteiligten Jugendlichen dabei, den Einstieg in das Berufsleben zu schaffen. Trotz der guten Konjunktur haben es junge Menschen ohne Schulabschluss mit sozialen Defiziten und Lernschwächen immer noch sehr schwer, sich auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchzusetzen. Ein ganzheitliches Inte grationskonzept bietet das Autohaus Zimmermann. Das Engagement für benachteiligte Jugendliche ist für Josef Zimmermann nicht nur Ausdruck sozialer Verantwortung. Die Idee, benachteiligte Jugendliche in seinem Betrieb zu Fachwerkern für Kfz-Technik auszubilden, entstand vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Fachkräftemangels in seiner Region. Sein Einsatz für die lernbehinderten Jugendlichen ist für den Unternehmer auch eine Möglichkeit, den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Die Philosophie des Ausbildungsprojektes ist es, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen. Alle am Ausbildungsprozess beteiligten Angestellten seines Unternehmens wurden mit Unterstützung einer Diplomsozialpädagogin intensiv auf die Arbeit mit gehandicapten Jugendlichen vorbereitet. Aufgrund des akuten Bedarfs beschloss Josef Zimmermann, sein Engagement auszuweiten. Er suchte den Kontakt zur Agentur für Arbeit Schwerin, wo sein Vorhaben wohlwollend aufgenommen wurde. Gemeinsam wurden jugendliche Förderschüler ausgewählt, die trotz ihrer Behinderung über die nötige Ausbildungsreife verfügen. "Schwieriger war es, Betriebe zu finden, die ihrerseits bereit waren, ein Ausbildungsprogramm für benachteiligte Jugendliche zu unterstützen", berichtete Josef Zimmermann.

Aber die Bemühungen zeigten Erfolg. "Zunächst konnten 15 weitere Kfz-Betriebe motiviert werden. Für das aktuelle Lehrjahr haben sich noch einmal zehn Unternehmen gefunden, die Jugendlichen mit Startschwierigkeiten eine Chance geben wollen", so Zimmermann weiter. Der Kfz-Fachmann bildet in seinem Betrieb selbst vier benachteiligte Jugendliche aus. Seine Erfahrungen sind positiv: "Wenngleich die Auszubildenden in theoretischen Belangen häufig intensivere Unterstützung benötigen, verfügen sie doch über bemerkenswerte praktische Fähigkeiten und große Motivation", berichtet er. Als Landessieger hat sich das Unternehmen somit für die Finalrunde des Förderpreises qualifiziert. "Dieses lobenswerte Engagement verbindet unternehmerische Initiative mit gesellschaftlicher Verantwortung", sagte Minister Seidel. "Zudem wird praktisches Können direkt im Betrieb vermittelt, diese Erfahrung ist unersetzbar."

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