Hansa: Sergej Evljuskin gibt Hoffnung nicht auf : "Ehrliche Arbeit wird belohnt"

<strong>Szene aus dem Hinspiel gegen Koblenz, </strong>der bislang einzigen Drittliga-Partie, in der Sergej Evljuskin in Hansas Start-Elf stand. Rechts   Mohammed Lartey. Mit ihm und Radovan Vujanovic bildet 'Sigi', der in der Östlichen Altstadt wohnt, oft eine Fahrgemeinschaft. <foto>Scharnweber</foto>
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Szene aus dem Hinspiel gegen Koblenz, der bislang einzigen Drittliga-Partie, in der Sergej Evljuskin in Hansas Start-Elf stand. Rechts Mohammed Lartey. Mit ihm und Radovan Vujanovic bildet "Sigi", der in der Östlichen Altstadt wohnt, oft eine Fahrgemeinschaft. Scharnweber

Sergej Evljuskin stand in dieser Saison immer im Kader des FC Hansa, bestritt jedoch von den 1800 Punktspiel-Minuten nicht mal 200. Von seinen elf Einsätzen erstreckten sich nur drei über mehr als eine halbe Stunde.

svz.de von
02. Februar 2011, 11:56 Uhr

Rostock | Sergej Evljuskin stand in der laufenden Saison ausnahmslos immer im Kader des Fußball-Drittligisten FC Hansa, bestritt jedoch von den 1800 Punktspiel-Minuten nicht mal 200. Von seinen elf Einsätzen erstreckten sich ganze drei über eine halbe Stunde oder länger. Abgesehen vom 7:0 im Landespokal MV beim Neumühler SV, das er als bislang einzige Pflichtpartie für die "Erste" komplett bestritt, stand "Sigi" nur einmal in der Start-Elf: am 8. August 2010 beim 2:0 gegen die TuS Koblenz, bei der die Rostocker am Sonntag zum Rückspiel antreten.

"Auf ihn ist immer 100 Prozent Verlass"

Der Mittelfeldmann mit den kirgisischen und kasachischen Wurzeln wurde im Sommer von Trainer Peter Vollmann als "Achter" vorgestellt, ein Mittelding zwischen Kevin Pannewitz und Mohammed Lartey sozusagen. Ein nach links und rechts, hinten wie vorn operierender Gesamtzentraler. Einer, der das Pech hat, gegenwärtig nicht ins System zu passen. Vollmann: "Bei ihm liegt es nicht an der Qualität. Auf ihn ist immer, wenn er gebraucht wird, 100 Prozent Verlass. Sergej ist beim Trainerteam und bei der Mannschaft voll anerkannt. Ich hoffe, dass er vielleicht einmal mehr Spielanteile bekommen kann, damit er zufrieden ist. Er ist auf keinen Fall ein Fehleinkauf."

Evljuskin, der von der U 16 bis U 20 sämtliche deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaften durchlief, war an der Ostsee angetreten, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. "Das bleibt weiter das Ziel", lässt der gerade 23 Gewordene den Kopf nicht hängen. "Das ist nicht mein Naturell. Es läuft ja, deshalb gab es nicht so den Grund zu wechseln, und der Erfolg der Mannschaft steht über dem des Einzelnen. Aber ich engagiere mich im Training, gebe jeden Tag Gas, und vielleicht wird ehrliche Arbeit irgendwann belohnt. Wir haben noch viele Spiele vor uns", so der frühere Wolfsburger, der beim VfL zeitweise zum Bundesliga-Kader gehörte, bei Hansa einen Vertrag bis 2012 hat.

Zuletzt kam Dauer-Einwechsler Evljuskin am 27. November 2010 beim 5:0 im Duell mit Regensburg für neun Minuten zum Einsatz, im neuen Jahr indes noch gar nicht. Vielleicht ja wieder gegen Koblenz? Dort, so Sergej, "wäre ein Sieg die perfekte Antwort nach dem 0:1 gegen VfB Stuttgart II. Das war kein Rückschlag - wir sind so gefestigt, dass wir eine Niederlage gut verdauen. Jeder Einzelne ist heiß, positiv in die vor uns liegenden englischen Wochen zu starten." Nach Koblenz tritt der FCH neben den Sonnabend-Spielen gegen Werder Bremen II (12. Februar), in Unterhaching (19.) sowie gegen Babelsberg (26.) dreimal hintereinander mittwochs an (9. Februar in Ahlen, 16. in Aalen, 23. im Volksstadion Landespokal-Duell "beim" Rostocker FC). Gestern spielten: SSV Jahn Regensburg - TuS Koblenz, SV Wehen Wiesbaden - SpVgg Unterhaching

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