Düstere Aussichten für die Rocknacht - Zukunft nach Besuchereinbruch offen

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12. August 2008, 08:56 Uhr

Plattenburg - Die Rocknacht auf der Plattenburg steht möglicherweise vor dem Aus. Zumindest schließen das die Organisatoren Dr. Uwe Steuer und Dietmar Vollert nach dem Besuchereinbruch am vergangenen Samstag nicht aus.

Rund 500 Gäste zählten sie. „Für die Größenordnung dieser etablierten Veranstaltung ist das enttäuschend, wir sind traurig“, sagte gestern Uwe Steuer. Eine Erklärung habe er nicht, allenfalls Mutmaßungen.

„Vielleicht sind die Generationen unserer Zielgruppe der über 40-Jährigen träger geworden“, sagte er. An der Werbung könne es nicht gelegen haben. „16 Presseartikel. Internet, Plakate, Radio – mehr geht wirklich nicht“, so der Perleberger. Nennenswerte Parallelveranstaltungen für das gleiche Klientel habe es in der Nähe ebenfalls nicht gegeben.

Und am Konzept könne es auch nicht liegen, denn diejenigen, die kommen, seien nach wie vor begeistert. Allerdings zog die Rocknacht in diesem Jahr kaum noch Besucher aus der Prignitz an. Gut die Hälfte sei von außerhalb gekommen, hinzu kommen langjährige Stammgäste und Freunde der Organisatoren.

Mit rund 500 Besuchern sei das Konzert nicht zu finanzieren. „Es ist unser Hobby, und Hobbys kosten Geld“, kommentiert Steuer diesen Fakt. Natürlich sei das auf Dauer nicht zu machen. Aber selbst wenn ein Sponsor gefunden werde, müsse bei so einer Besucherzahl der private Zeitaufwand gesehen werden.

Einst kamen weit mehr als 1000 Rockfans, dann waren es um die 1000, bevor sich die Zahl auf 800 einpegelte. Darum schließt Uwe Steuer „weinenden Herzens“ ein Ende der Rocknacht-Geschichte nicht aus.

Entschieden sei es aber noch nicht und fest stehe auch, dass es im kommenden Jahr auf alle Fälle die 15. Rocknacht geben soll. Wie es danach weiter geht, sei allerdings offen.

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