Dorn beschert Hansa Rostock ersten Saisonsieg: 1:0 gegen Aachen

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24. August 2008, 07:41 Uhr

Rostock - Von den Anhängern gefeiert, von den Mitspielern fast erdrückt und vom Trainer mit voller Rückendeckung ausgestattet: Regis Dorn bleibt der Mann der Stunde beim Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock. Am Sonntag erzielte der Stürmer den Siegtreffer zum 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Alemannia Aachen. Vor 16 000 Zuschauern in der Rostocker DKB-Areana lupfte er in der 71. Minute den Ball aus 14 Metern über Aachens Torhüter Thorsten Stuckmann ins Tor. Für den Offensivmann war es bereits der zweite Saisontreffer. Rostock verbesserte sich mit dem Sieg auf Rang drei.

Im DFB-Pokal treffen die Hanseaten unterdessen in der zweiten Runde auf Eintracht Frankfurt, wie die Auslosung am Sonntag ergab. „Wir sind Außenseiter, aber ein starker Außenseiter“, sagte Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf.

Vor der Pokalauslosung feierten die Rostocker den ersten Heimsieg seit dem 16. Februar. Damals gewannen sie in der Bundesliga mit 1:0 gegen Frankfurt. Im Mittelpunkt der Jubelfeier stand natürlich Torschütze Regis Dorn. „Am Morgen hatte Frankreich das Olympia-Finale im Handballgewonnen. Er war beflügelt“, sagte der Rostocker Mittelfeldspieler Tobias Rathgeb und fügte hinzu: „Das Tor war weltklasse.“

Dorn selber wollte sich nicht feiern lassen, obwohl er bisher an allen drei Rostocker Saisontoren beteiligt war. „Ganz langsam, es ist erst der 2. Spieltag. Aber ganz ehrlich, so kann es weiter gehen“, meinte Dorn, der seit seinem Wechsel an die Küste im Jahr 2007 erstmals top fit ist. „Das ist die Grundvoraussetzung. Zudem habe ich jetzt meinen Spielrhythmus“, erklärte der Blondschopf das Erfolgsrezept für seinen derzeitigen Lauf.

„Wenn er so fit ist, ist er von den Gegenspielern ganz schwer zu packen. Er ist einer unserer schnellsten Spieler“, betonte Trainer Frank Pagelsdorf, der seiner Mannschaft ein „gutes Spiel“ attestierte, aber auch noch Steigerungspotenzial sah.

Dieses zeigte sich in der ersten Halbzeit. Die Gastgeber legten zwar einen stürmischen Beginn hin, blieben aber ohne Torerfolg. Bereits nach sechs Minuten hatten die Mecklenburger drei hochkarätige Chancen durch Kevin Schindler (3., 5.) und Dorn (6.). Die beste Hansa-Möglichkeit der ersten Halbzeit vergab Enrico Kern (44.), dessen Kopfball am Pfosten landete. Aachen lauerte dagegen auf Konter und wäre mit dieser Taktik fast zum Erfolg gekommen. Doch sowohl Benjamin Auer (30.) als auch Szilard Nemeth (45.) trafen nur den Pfosten und die Unterkante der Latte. In der zweiten Halbzeit verflachte die bis dahin gutklassige Partie.

Doch nicht nur die Offensive stand bei der Rostocker Heimpremiere in dieser Saison im Fokus. Nach schwacher Leistung zum Auftakt gegen Duisburg (2:2) wurde auch die Rostocker Hintermannschaft kritisch beäugt. „Heute haben wir Leidenschaft, Kampf- und Laufbereitschaft gezeigt. Klar, es gab immer noch Stellungsfehler, aber es war schon eine deutliche Steigerung zu erkennen“, bemerkte Linksverteidiger Christian Rahn.

Torhüter Jörg Hahnel befand: „Wir haben den Punkt aus Duisburg veredelt und der Liga gezeigt, dass wir sind da.“ Unterdessen warnte Rathgeb: „Es gibt jetzt keine Ruhe. Wir wissen, dass wir ein Hammer-Auftaktprogramm haben. Jetzt geht es erst richtig los“, blickte Rathgeb voraus. Am kommenden Montag gastieren die Rostocker beim SC Freiburg.

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