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Alternative Energien : Domsühler setzen auf sonnige Zeiten

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Die Zukunft von Domsühl hängt davon ab, ob mit der Kraft der Sonne künftig zusätzlich Geld in die Gemeindekasse kommt. Alternative Energiequellen sollen verstärkt gefördert werden.

svz.de von
erstellt am 06.Jun.2013 | 12:02 Uhr

Sonne pur! Da lacht das Herz. Für die Domsühler ist das gleich mehrfach ein Grund zur Freude. Die Zukunft ihrer Gemeinde hängt aus Sicht des Bürgermeisters auch davon ab, ob mit der Kraft der Sonne künftig zusätzlich Geld in die Gemeindekasse kommt. "Wir haben uns dafür entschieden, Investoren, die alternative Energiequellen erschließen, die Türen zu öffnen", sagt Bürgermeister Heinz Ullmann. Nachdem bereits vor zwei Jahren ein Unternehmen aus Waren/Müritz im Domsühler Gewerbegebiet auf rund drei Hektar Fläche die Sonnenstromproduktion in verhältnismäßig bescheidenen Größenordnungen aufgenommen hat und damit rein rechnerisch das gesamte Dorf Domsühl versorgen könnte, folgt nun ein weiterer, ganz großer Wurf.

Mit Hochdruck wird am Rande des Ortsteils Zieslübbe ein neuer Solarpark aufgebaut. Im Herbst vergangenen jahres haben die Gemeindevertreter einer entsprechenden Satzung zur Errichtung des Solarparkes Zieslübbe zugestimmt. "Wir sind uns in dieser Frage einig und finden auch bei den Mitbürgern überwiegend Rückendeckung und Zustimmung", ist sich das Gemeindeoberhaut sicher. "Mit den Einnahmen aus der alternativen Energiegewinnung bleibt unsere Gemeinde handlungsfähig", sagt Heinz Ullmann.

Mit den Pachteinnahmen für die genutzten Flächen im zuvor leer stehenden Gewerbepark und den späteren Gewerbeeinnahmen erschließen die Domsühler neue Geldquellen. Das Unternehmen hat bereits in Domsühl eine Firmenadresse.

Das für den Zieslübber Solarpark vorgesehene Areal nördlich der Bahnlinie Schwerin/Crivitz hat eine Größe von mehr als 19 Hektar. Das Gebiet mit umfangreichem Kies- und Sandvorkommen gehört der Universalbau Parchim GmbH, die zwischenzeitlich entschieden hat, so der Bürgermeister, auf den weiteren Abbau der Vorräte zumindestens in den kommenden zwanzig Jahren verzichten zu wollen.

"Wir hätten den Solarpark am liebsten in der Kiesgrube gesehen. Doch dafür haben wir vom Amt für Raumordnung keine Genehmigung erhalten", so Heinz Ullmann. Auch deshalb ließen sich die ehrgeizigen Pläne, noch 2012 mit dem Bau des Solarparkes zu beginnen, nicht so schnell umsetzen. Die Nutzungsänderung für das nunmehr ausgewählte Gebiet gilt 20 Jahre. Festgeschrieben wurde eine Option auf eine Verlängerung. Die Flächen wurden bisher landwirtschaftlich genutzt. Das war seit der Festschreibung als Vorrangfläche zur Rohstoffsicherung nur geduldet worden, so Domsühls Bürgermeister.

Rund 9800 MWh/h Strom soll der neue Park nach Fertigstellung erzeugen. Sollten die errechneten Ertragsprognosen eintreten, würden 8000 Tonnen Kohlendioxidausstoß eingespart. "Das ist ein wichtiger Beitrag für unsere Umwelt. Dafür lohnt es sich zu engagieren", meint Heinz Ullmann. Der Strom wird über ein bereits verlegtes Kabel weiter geleitet und wird unter anderem auch Unternehmen im Gewerbegebiet zur Verfügung gestellt.

Seit einigen Tagen wird mit Hochdruck nahe Zieslübbe gebaut. Zunächst müssen die Rahmen für die Solarplatten in den Boden gerammt werden. Auf die Metallrahmen werden dann die Solarelemente, die aus Asien kommnen, aufgeschraubt. "Die Zahl der Module ist beeindruckend. Es handelt sich um fast 42 000 Stück", weiß der Bürgermeister. Wenn alles weiterhin wie am Schnürchen läuft, geht der Zieslübber Solarpark noch im Sommer ans Netz. "Für den Einsatz weiterer regenerativer Energiequellen werden wir uns auf jeden Fall engagieren", stellt Heinz Ullmann klar. Dann könnten auch für die klamme Gemeindekasse wieder sonnige Zeiten kommen.

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