Doktortitel verkauft

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23. August 2009, 09:54 Uhr

Rostock/Köln | Bundesweit stehen rund 100 Professoren wegen des Verkaufs von Doktortiteln im Visier der Justiz. Ihnen werde vorgeworfen, möglicherweise ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen zu haben, teilte gestern der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld mit. Ein "Institut für Wissenschaftsberatung" in Bergisch Gladbach soll den Hochschullehrern dafür Schmiergelder gezahlt haben.

Nach einem Bericht des "Focus" sollen u. a. Lehrkräfte von Hochschulen in Frankfurt, Tübingen, Leipzig, Jena, Bayreuth, Ingolstadt, Hamburg, Hannover, Bielefeld, Hagen, Köln, der Freie Universität Berlin - und in Rostock betroffen sein.

Johannes Brückner, Referent für Hochschulpolitik der Studentenvertretung Asta an der Uni Rostock, forderte, dass den Vorwürfen nachgegangen werde müsse: "So ein Vorfall trübt das Bild nach außen. Wir wollen die Studentzahl halten, in dem wir mit Qualität der Lehre überzeugen und nicht mit dem Erkaufen der Doktortiteln."

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sagte, sollte der Verdacht der Ermittler sich bestätigen, entstände der Wissenschaft ein großer Schaden. "Solches Verhalten würde die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zutiefst diskreditieren", teilte sie in Berlin mit.

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