Güstrow und Bad Doberan nutzen gemeinsam privaten Dienstleister : Digitalfunknetz im Testbetrieb

Der Testbetrieb für den digitalen Sprech- und Datenfunk der Behörden und Organe mit Sicherheitsaufgaben, darunter Feuerwehren und Polizei, in den Landkreisen Güstrow und Bad Doberan ist gestartet.

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07. Dezember 2010, 11:48 Uhr

In der ersten Phase werden rund 50 Prozent der Fläche beider Landkreise abgedeckt.

In den nächsten Monaten habe die Firma, deren Dienstleistung von beiden Kreisen in Anspruch genommen wird, Zeit, zusätzlich Standorte zu ertüchtigen. Geplant sei eine reguläre Betriebsaufnahme zum April 2011, informiert Lutz Freier. "Das Unternehmen muss uns bis dahin nachweisen, dass die gesamte Fläche beider Landkreise angesprochen werden kann", sagt der Sachgebietsleiter im Ordnungsamt des Landkreises Güstrow. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt durch die von Ralf-Peter Odebrecht geleitete Integrierte Regionalleitstelle in Bad Doberan, die bereits seit dem 1. November auch für den Landkreis Güstrow zuständig ist. Künftig sollen über das nicht-öffentliche e*BOS-Alarmierungsnetz sowohl die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes alarmiert als auch die Sirenen in den Kommunen beider Landkreise angesteuert werden. Wobei das Alarmierungsnetz für mehr als 3000 Teilnehmer ausgelegt ist.

Da es die topografische Lage der beiden Landkreise mit sich bringt, dass das Alarmierungsgebiet jetzt auch die Hansestadt Rostock umfasst, können Einsatzkräfte, die zwischen Wohn- und Arbeitsort pendeln, im Notfall ebenfalls schnell erreicht werden. "Wenn es um umfangreiche Einsätze geht, ist es durchaus nützlich, wenn auch nach 20 Minuten noch zusätzliche Einsatzkräfte kommen", erklärt Freier. Mancher Feuerwehrmann aus Kritzkow oder Laage beispielsweise arbeite in Rostock.

Die Landkreise Bad Doberan und Güstrow hatten die digitale Alarmierung gemeinsam ausgeschrieben. "Mit Blick auf die geplante Kreisgebietsreform lag eine gemeinsame Ausschreibung nahe", erläutert Freier. "Außerdem war unser Handlungsbedarf gleich groß: Die analogen Alarmierungsnetze laufen jetzt schon über 15 Jahre rund um die Uhr und sind längst erneuerungsbedürftig", fügt der Sachgebietsleiter im Ordnungsamt des Landkreises Güstrow hinzu. Insbesondere die finanzielle Lage des Landkreises Güstrow habe die Entscheidung befördert, kein eigenes Alarmierungsnetz zu schaffen, sondern sich eines Dienstleisters zu bedienen.

Die Rettungsdienste und 173 freiwillige Feuerwehren der Landkreises Bad Doberan und Güstrow rücken jährlich zu mehr als 31 000 Einsätzen aus. Zu ihrem Versorgungsgebiet mit einer Gesamtfläche von rund 3400 Quadratkilometern gehören mehrere Bundesstraße sowie die Autobahnen A 19 und A 20.

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