Mehr als 1000 Schweriner feierten mit Künstlern bis in den Morgen : "Dieses Theater wird gebraucht"

Das Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters machte mit attraktiven Darbietungen und künstlerischer Vielfalt beste Werbung für das Haus. Rainer Cordes
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Das Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters machte mit attraktiven Darbietungen und künstlerischer Vielfalt beste Werbung für das Haus. Rainer Cordes

Es ist der Ball des Jahres, der schönste im ganzen Land, darüber waren sich die mehr als 1000 Gäste des Theaterfestes einig, die bis gestern in die frühen Morgenstunden feierten.

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07. Februar 2011, 10:54 Uhr

Es ist der Ball des Jahres, der schönste im ganzen Land, darüber waren sich die mehr als 1000 Gäste des Theaterfestes einig, die bis gestern in die frühen Morgenstunden feierten: Eine fantastische Atmosphäre, eine eindrucksvolles Show der Theaterkunst und ein unendlich abwechslungsreiches Programm in allen Räumen nach der Gala - die 19. Auflage dieses Balles wurde ihrem Ruf gerecht. "Es ist ein wunderbares Fest. Dieses Theater wird gebraucht", fasste Ministerpräsident Erwin Sellering zusammen. Auch Sozialministerin Manuela Schwesig, seit vielen Jahren im Aufsichtsrat des Staatstheaters, war glücklich: "Eine tolle Atmosphäre und eine gelungene Show - das war für mich ein Kessel Buntes aus Schwerin", sagte sie. Stadtpräsident Stephan Nolte stimmte zu: "Ein temporeiches, leichtes Programm. Super."

Schauspieldirektor Peter Dehler, der die Regie führte, hatte sich in diesem Jahr für Varieteé entschieden. Mit An dreas Lembcke, Brit Dehler, This Maag und Brigitte Peters war die Moderation gut besetzt. Und es ging Schlag auf Schlag: Ausschnitte aus aktuellen Produktionen wie dem Musical "Der kleine Horrorladen" und der Operette "My fair Lady" waren zu sehen. Es gab Opernklänge aus Wagners "Tannhäuser", Nielsens "Maskerade" und einen kleinen Vorgeschmack auf die Schlossfestspiele mit dem "Freischütz" sowie auf das Gastspiel des Leipziger Varieteés, dessen Stepp- und Jonglage-Einlagen am Abend für Furore sorgten. Als besonders bereichernd für den Schaueffekt erwiesen sich die vielfältigen Einbindungen des exzellent vorbereiteten Ballettensembles ins Programm, das musikalisch von der Staatskapelle unter der Leitung von Martin Schelhaas und dem Opernchor mitgetragen wurde.

Fester Bestandteil des Theaterfestes ist zudem gemeinnütziges Engagement: Mit einer attraktiven Tombola wurde diesmal Geld für den Förderverein des Sportgymnasiums und die Abzahlung des Inspizientenpults, ein Projekt der Theatergesellschaft, gesammelt - je 3500 Euro. "Unser Theater tut Schwerin gut", sagte Vereinsvorsitzender Michael Jungrichter. "Aber auch die Schweriner tun was für ihr Theater", fügte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow lachend hinzu.

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