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Kunsthaus Bützow: Ausstellung von Joachim Lautenschläger : "Diese Ecke kannte ich noch nicht"

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"Wie kommen die Ziegelsteine im Klosterformat in diesen Keller", fragt Vorbeck staunend. Der gebürtige Bützower, gehört zu den Besuchern der Vernissage zur Ausstellung von Joachim Lautenschläger.

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erstellt am 31.Jan.2011 | 10:32 Uhr

"Wie kommen die Ziegelsteine im Klosterformat in diesen Keller", fragt Matthias Vorbeck staunend. Der gebürtige Bützower, der heute in Rostock lebt, gehört zu den zahlreichen Besuchern der Vernissage zur Ausstellung von Joachim Lautenschläger. Die Gäste nutzen nicht nur die Möglichkeit, einen Blick auf die Arbeiten des renommierten Künstlers zu werfen, sondern sich auch im Kunsthaus ein wenig genauer umzuschauen.

Das entwickelt sich unter der Führung von Werner Zießnitz mehr und mehr zu einem Geheimtipp zahlreicher Kunstfreunde. Staunend wandelt zum Beispiel Klaus Gütschow mit seinem Bruder durch das Kellergewölbe. Gütschow, der u.a. am Pferdemarkt wohnte, kannte das so genannte Rosenwangsche Haus noch aus Kinder- und Jugendtagen. "Hier hat ein Schulfreund gewohnt", erinnert sich der fast 70-Jährige, der heute in Warnemünde Zuhause ist. Im Keller des Kunsthauses kommt er mit Heinz und Christel Katzer ins Gespräch. Die beiden Bützower sind ebenfalls erstaunt, was die Kunstfreunde um Werner Zießnitz aus den einstigen Kohlen- und Abstellräumen des Wohnhauses gemacht haben. Der ehemalige Gymnasiallehrer freut sich über die Unterstützung eines Spenders, der namentlich nicht genannt sein will. Mit seinem Geld konnten jetzt in allen Ausstellungs- und Arbeitsräumen Lampen installiert werden, die nun sogar per Fernbedienung die Werke der Maler ins rechte Licht rücken.

Davon profitiert auch die Ausstellung von Joachim Lautenschläger, dessen Arbeiten nun bis Anfang März im Kunsthaus in der Langestraße zu sehen sind. Und das Interesse an diesen Werken ist groß. Dichtes Gedränge herrscht in den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss, die solchen Sonderausstellungen vorbehalten sind, während im Obergeschoss regionale Künstler ihre Arbeiten zeigen. Der Maler und Grafiker Joachim Lautenschläger ist selbst erstaunt über die große Resonanz, die seine Ausstellung erfährt. Zumal er einräumt: "In dieser Ecke von Mecklenburg war ich noch nie."

Das sollte sich ändern, lädt Werner Zießnitz weitere Kunstschaffende, die er unter den Besuchern ausmacht, ein, sich in dem Haus zu präsentieren.

Zugleich wirbt der Bützower um weitere Unterstützung für das Haus. "Denn es lebt einzig und allein von Spenden", betont Zießnitz. Er ist der Volks- und Raiffeisenbank für die Anschubfinanzierung von 1000 Euro dankbar. "Ohne das Geld hätten wir hier vor drei Jahren gar nicht starten können." Unbürokratische Hilfe habe bis heute dazu beigetragen, dass aus dem einstigen Wohnhaus dieses künstlerische Kleinod geworden ist. "Schön wäre es, wenn wir z.B. über die Bürgerarbeit Unterstützung bekommen könnten, z.B. um Gäste mit Sachverstand durch das Haus zu führen." Das sei wichtig, um die Arbeit noch kontinuierlicher fortzusetzen, so Zießnitz.

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