Die Zitrone des Ostens

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15. Oktober 2008, 06:00 Uhr

Die Geburtsstunde der „Zitrone des Ostens“, so wurde der Sanddorn lange genannt, schlug Mitte der siebziger Jahre in einer Ostberliner Baumschule. Der staatlich anerkannte Saatzuchtbetrieb züchtete die ersten Kultursorten des eigentlich wild wachsenden Sanddorns, der auf Rügen oder Hiddensee von den Insulanern schon immer per Hand „gemolken“ und zu Most oder Marmelade verarbeitet worden war.
Sanddorn ist eigentlich eine Wildfrucht und im Kulturanbau eine Rarität in Deutschland. Es gibt weibliche und männliche Sträucher.

Die erste Zuchtsorte Leikora wurde 1979 zugelassen. Ein Jahr später folgte die erste Plantage der genügsamen Wildfruchtart auf kargem Land und abseits der Ostsee im mecklenburgischen Ludwigslust. Die dort ansässige Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG) Storchennest wurde zum Pionierbetrieb für die Kultivierung des wilden Dornenstrauchs. Heute gehören der Storchennest-Genossenschaft, der Nachfolgerin der Ludwigsluster GPG, noch 80 Prozent der Sanddorn Storchennest GmbH, die 1993 ausgegründet wurde. Mit der Umwandlung zur GmbH entschied man sich auch für die Umstellung auf eine ökologische Anbauweise nach den Kriterien des Biopark-Verbandes.
Den Namen hat das Unternehmen sich übrigens zu Ehren der Störche gegeben, die auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes schon seit vielen Jahren ihr Nest bauen.

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