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Am Freitag beginnt 9. LebensArt Messe auf dem Gut Brook : Die schöne Art zu Leben

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Wenn am Freitag um 10 Uhr die Veranstaltung LebensArt beginnt, ist es mit der Ruhe im beschaulichen Brook im Klützer Winkel vorbei. Bis Sonntag erwarten die Veranstalter zur Messe bis zu 23 000 Besucher.

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erstellt am 21.Jul.2011 | 07:24 Uhr

Brook | Wenn am Freitag um 10 Uhr die Veranstaltung LebensArt beginnt, dann ist es mit der Ruhe im beschaulichen Brook im Klützer Winkel vorbei. Bis Sonntag erwarten die Veranstalter zur Lifestylemesse wieder bis zu 23 000 Besucher.

Ein Funkgerät rauscht. "Moment mal", entschuldigt sich Burkhard Golla und spricht mit einem Mitarbeiter. Irgendwo gibt es wieder irgendein kleines Problem. Das Funkgerät des Projektleiters rauscht an diesem letzten Tag vor der Ausstellung oft. Das liegt in der Natur der Sache, wenn knapp 240 Aussteller ihre Stände einrichten und sich der landwirtschaftliche Betrieb in ein Messegelände verwandelt. Ein Kleintransporter nach dem anderen rollt auf dem Gut an. Ein Gabelstapler hat einen schweren Kaminofen geladen und kurvt übers Gelände, während mit Kabelrollen bewaffnete Männer ihren Einsatzort ansteuern. Der 47-jährige Burkhard Golla ist zu lange im Geschäft, als das ihn dieses Gewusel aus der Ruhe bringt. Der Mitarbeiter der Veranstalter- Firma "Das AgenturHaus" war schon bei der ersten LebensArt-Messe vor neun Jahren dabei. Damals gab es nur auf dem Gut Brook diese Veranstaltung, die Planung für das laufende Jahr umfasst bundesweit schon 17 Standorte.

Seit dem vergangenen Sonntag sind Golla und Kollegen bereits mit dem Aufbau beschäftigt. Aufmaß für die Stände, Aufbau Dutzender weißer Pagodenzelte, Einrichtung der Technik - 15 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, da bedarf es guter Planung und Logistik. "Die Messe ist stetig gewachsen, aber wir wollen keine Besucher-Rekorde jagen. Wir wollen zufriedene Aussteller und Gäste. Zu den zufriedenen Ausstellern gehört das Ehepaar Hoebé, das gerade seinen Stand mit Pflanzen einrichtet.

"Wir sind bestimmt schon vier, fünf Mal hier gewesen. Die Leute sind nett, und hier gibt es viele Stauden-Liebhaber", sagt Hanneke Hoebé. In der vergangenen Nacht sind sie an diesem Zipfel Nordwestmecklenburgs angekommen. 500 Kilometer legten die Niederländer aus Winterswijk mit Lkw und Wohnwagen zurück, um hier nun ihre Pflanzen anzubieten und die Kunden zu beraten. Beratung, sagt die 63-jährige Gartenarchitektin, sei hier sehr gewünscht. Ihr Mann Jaap ist Gartenbauingenieur und schiebt eine Kiste nach der anderen aus dem dicken Bauch des 18-Tonners. Rund 250 Kisten Stauden haben sie dabei. Die Züchtungen haben Durchmesser von zehn Zentimeter bis eineinhalb Meter, tragen Namen wie "Red Cadet", weil sie einen roten Stil haben oder heißen "Stiletto" ob ihrer spitzen Blätter. Eine Pflanze trägt den Namen der Tochter eines Züchters: "June". Jaap nimmt einen Schluck Kaffee, dann fährt er den Lastwagen weg. "Der versperrt den anderen gerade den Weg", sagt der Niederländer. Zu den anderen gehört auch Stefan Allescher, doch er hat seinen Stand schon aufgebaut.

"Lebe Gesund" heißt das Unternehmen des Würzburgers, der bereits zum sechsten Mal hier ausstellt und verkauft. "Vom Feld bis zum fertigen Produkt ist bei uns alles in einer Hand", wirbt Allescher für seine vegetarisch, veganen Waren, während Mitarbeiterin Miriam Green Dosen mit Gewürzen zu einem Turm stapelt.

Freiwillige Feuerwehren helfen wieder mit

Auf den Stoppelfeldern am Gut Brook flattert Band im Wind. Die Parkplätze sind schon eingeteilt. Ein Job, den die Feuerwehrleute aus dem Dorf, aus Kalkhorst und Elmenhorst wie in den Jahren zuvor auch wieder übernommen haben. Sie weisen die Besucher ein, die auf der Suche nach einem pfiffigen Wohn- oder Einrichtungstrend sind, etwas ausgefallenes für den Garten haben wollen, nach interessanter Mode oder leckerer Kost Ausschau halten. "Die Parkgebühren fließen in die Kassen der Feuerwehren und werden vornehmlich für die eigene Jugendarbeit verwendet", weiß Burkhard Golla, dessen Arbeitstage in der heißen Phase um 5 Uhr beginnen und nicht vor 21 Uhr enden.

Hut-Wettbewerb, Kinderprogramm, Musik und Theater - dies, so Golla, gehöre zum Rahmenprogramm, und Schaugärten seien die eigens für diese Veranstaltung angelegt worden. Zudem lassen sich Handwerker und Künstler bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Das Funkgerät rauscht. "Moment mal", entschuldigt sich Golla. Irgendwo hat irgendwer wieder ein kleines Problem.


Drei Tage LebensArt

Die Messe LebensArt auf Gut Brook ist von Freitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt sechs Euro (ermäßigt vier Euro). Jugendliche von 13 bis 17 Jahren zahlen zwei Euro. „Alles darunter“, so der Veranstalter, „ist kostenfrei“.

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