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Volleyball-Damen des Schweriner SC vor Pokal-Kracher : Die Roten Raben rupfen

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Am Mittwochnachmittag hatte der Alltag die Volleyballerinnen des Schweriner SC wieder eingeholt: Trainer Teun Buijs begrüßte seine Spielerinnen zur Vorbereitung auf das Pokal-Halbfinale bei den Roten Raben Vilsbiburg.

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erstellt am 28.Dez.2012 | 06:20 Uhr

Schwerin | Pünktlich am späten Mittwochnachmittag hatte der Alltag die Volleyballerinnen des Schweriner SC wieder eingeholt: Trainer Teun Buijs begrüßte seine Spielerinnen zur Vorbereitung auf das heutige Pokal-Halbfinale bei den Roten Raben Vilsbiburg - mit wohldosiertem Training und ausführlicher Video-Analyse des heutigen Kontrahenten. "Alle waren gesund und munter wieder da, niemand hatte großartig Probleme mit dem Unwetter am Sonntag", meinte der Niederländer erleichtert.

Einige Spielerinnen hatten sich gleich nach dem 3:2-Krimi am Sonnabend gegen den Dresdner SC aufgemacht in heimatliche Gefilde, andere am frühen Sonntagmorgen - noch bevor das Blitzeis Mecklenburg in Besitz nahm.

Anja Brandt beispielsweise verlebte die Feiertage bei den Eltern in Elmshorn. "Es war schön, mal wieder im Kreis der Familie zu sein, das traditionelle Raclette am ersten Weihnachtstag zu genießen, einfach nur die Seele baumeln zu lassen und sich zu erholen", erzählt die Mittelblockerin. Aber allzu schwer fiel ihr das Abschiednehmen am zweiten Weihnachtstag auch nicht: "Ich freue mich dann auch wieder auf die Mannschaft!"

Für Trainer Teun Buijs ist vor dem Pokal-Halbfinale ein Aspekt besonders wichtig: "Anders als bei unserem 3:1-Sieg vor vier Wochen in der Liga ist diesmal die Brasilianerin Liana Mesa Luaces wieder dabei. Die ist sehr effektiv, die müssen wir in Block und Abwehr in den Griff bekommen!" Aber auch die US-Amerikanerin Sonja Newcombe, im Punktspiel am 1. Dezember effektivste "Räbin", gilt es zu stoppen.

Nicht nur für Teun Buijs "ein Treffen auf Augenhöhe, in dem die Tagesform entscheidet", es ist für viele Spielerinnen eine der wichtigsten Begegnungen des Jahres. Schließlich geht es um das Ticket für das Pokalfinale Anfang März in Halle/Westfalen - aufgrund der einzigartigen Atmosphäre, die die gut 10 000 Zuschauer erzeugen, für jede Volleyballerin ein Traum. Vor gut neun Monaten traf der SSC in Halle ebenfalls auf die Roten Raben und gewann 3:1. Und dass der Titelverteidiger da wieder hin möchte, liegt auf der Hand. Doch auch der heutige Gastgeber rechnet sich Chancen aus: "Auf dem Papier ist Schwerin der Favorit, doch der Pokal hat seine eigenen Gesetze", wird Raben-Trainer Guillermo Gallardo im DVL-Presseservice zitiert. "Genau wie die Begegnung mit Dresden ist dieses Aufeinandertreffen eines Finales würdig. Schade, dass es schon jetzt dazu kommt", bedauert Buijs.

Der zweite Finalteilnehmer wird morgen in Stuttgart zwischen Gastgeber Allianz MTV und dem VC Wiesbaden ermittelt. Den Stuttgarterinnen war 2011 der große Pokalcoup gelungen, als der Außenseiter bis ins Finale vordrang und in Halle gegen den VfB Suhl gewann. Wiesbaden hingegen stand zwar bereits drei Mal im Halbfinale, schaffte es aber bislang noch nie bis ins Endspiel.

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