Stabhochsprungin Martina Strutz : "Die Norm sollte nicht das Problem sein"

<strong>Kraftvoll: </strong>Die Werte von Martina Strutz sind besser als vor einem Jahr. <foto>Heiko Brosin</foto>
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Kraftvoll: Die Werte von Martina Strutz sind besser als vor einem Jahr. Heiko Brosin

Knapp fünf Wochen lang hat Vizeweltmeisterin Martina Strutz in Neubrandenburg gelebt und trainiert, nachdem ein verheerendes Feuer Ende März ihre Trainingshalle in Schwerin in Schutt und Asche verwandelt hatte.

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25. Juli 2012, 04:41 Uhr

Neubrandenburg | Zufluchtsort Viertorestadt: Knapp fünf Wochen lang hat Stabhochsprung-Vizeweltmeisterin Martina Strutz in Neubrandenburg gelebt und trainiert, nachdem ein verheerendes Feuer Ende März ihre Trainingshalle in Schwerin, die Laufhalle am Lambrechtsgrund, in Schutt und Asche verwandelt hatte.

Nun geht es wieder hinaus in die Stadien der Welt, um dort um Sieg, Platz und die Norm zu kämpfen. In der Pfalz wird die deutsche Rekordhalterin (4,80 Meter) ihre ersten Auftritte haben - morgen in Eisenberg und am 19. Mai in Landau. 4,50 Meter sind die Richtlinie für die EM, 4,55 Meter lautet die Norm für Olympia.

Martina Strutz fühlte und fühlt sich beim Club in Neubrandenburg "gut aufgehoben". Und: Die Schnelligkeits- und Kraftwerte sind sogar besser als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. "Das merke ich auch beim Techniktraining. Die Norm sollte nicht das Problem sein", ist sich die SCN-Leichtathletin sicher. Immerhin, auch der Trainer glaubt, dass sie die Höhe schon drauf hat. Einmal muss die "Silberfrau" die geforderte Leistung anbieten. Falls mehrere Athletinnen dies schaffen - die Konkurrentinnen sind zahlreich und stark -, dann zählt die Platzierung bei den deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Bochum-Wattenscheid.

"Dankeschön!", sagt die Schwerinerin allen, die ihr in der Not zur Seite standen. Da gab es viel Hilfe vor Ort, ob in Schwerin oder in der Vier torestadt, gingen viele Spenden auf das entsprechende Konto. Gleich nach dem Großbrand hatte die 30-Jährige in Kienbaum mit Trainer Dieter Kollark Kontakt aufgenommen. "Das war der erste Anstoß. Danach haben mein Coach Thomas Schuldt und ich entschieden, dass es die beste Lösung ist, wenn ich ausliege und in Neubrandenburg trainieren kann", sagte die gebürtige Schwerinerin.

Vom SCN gab es jede nur erdenkliche Hilfe - eine Wohnung im Haus des Sports, dazu eine Hochsprunganlage im Jahnsportforum und später im Stadion. "Trainer und Athleten, alle bemühten sich um mich, ließen mich nicht allein." Ein Plausch mit Kugelstoßer Ralf Bartels oder mit Trainer Carsten Hodea halfen über den großen Schock hinweg. "Carsten und ich kennen uns schon länger, er kommt ja auch aus Schwerin. Es ist gleich ganz anders, wenn man jemanden zum Erzählen hat." Guten Mutes geht die Powerfrau nun ihre Saisonziele an. Die sind hoch gesteckt. Aber Martina Strutz hat es drauf.

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