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Angelika Präger aus Liessow züchtet Leonberger Hunde : Die "Großen" haben es ihr angetan

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Für große Hunde hat Angelika Präger viel übrig. Nicht zuletzt deshalb hält sie eine Hündin der Rasse Leonberger. Im Frühjahr hat die Hundedame Junge zur Welt gebracht, gleich elf an der Zahl.

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erstellt am 28.Apr.2011 | 11:51 Uhr

Für große Hunde hat Angelika Präger viel übrig. Sehr viel. Nicht zuletzt deshalb hält sie eine Hündin der Rasse Leonberger. Alexa vom Schloss Warlitz ist drei Jahre alt, 72 Zentimeter groß und wiegt knapp 50 Kilogramm. Im Frühjahr hat die Hundedame erstmals Junge zur Welt gebracht, gleich elf an der Zahl: sieben Rüden und vier Hündinnen. "Das war auch für mich eine aufregende Zeit", erinnert sich Angelika Präger. "Ich hatte ihr im Keller unseres Hauses eine Wurfkiste aufgestellt und selbst im Gästezimmer nebenan Quartier bezogen. Es ging aber alles gut."

Einige unruhige Nächte hatte die Liessowerin dennoch. Immerhin wollten elf Welpen versorgt sein. Die Hündin säugte sie zwar alle. Damit aber keiner der Kleinen zu kurz kam, fütterte die Hundezüchterin zwei Wochen lang mit Welpenmilch in Fläschchen zu. Alle zwei Stunden - das war anstrengend und zeitraubend. Jetzt bekommt der Nachwuchs auch schon andere Nahrung: Zum Beispiel eingeweichten Zwieback mit Quark und rohem Eigelb. "Es schmeckt ihnen", freut sich die 56-Jährige.


Gleich elf Welpen beim ersten Wurf

Mit Beginn des sonnigen Wetters tapsen die Welpen auch schon munter im Gras umher und balgen sich. "Sie werden von Woche zu Woche kräftiger und größer." Wenn die Welpen acht Wochen alt sind, bekommen sie neue Besitzer. Eine Hündin geht sogar nach Teneriffa, erzählt Angelika Präger. Ein Hamburger hat seinen Wohnsitz dorthin verlegt und stieß im Internet auf den "Zwinger Leonberger vom Dobiner See". Er hat schon eine fünfjährige Hündin dieser Rasse und möchte eine zweite dazu.

Die Welpen Anton und Aron sind für Hundehalter in Demmin bzw. im Spreewald bestimmt. Weil es der erste Wurf der Hündin ist, müssen die Namen alle mit dem Buchstaben A anfangen. So sehen es die Vorschriften des Züchtervereins vor. Die Liessowerin ist im Deutschen Rassehundeklub Soltau organisiert, hat in der Vergangenheit auch schon an Rassehunde-Ausstellungen teilgenommen. "Züchten wollte ich ursprünglich nicht", sagt sie. Aber auf den Ausstellungen bekam ihre Hündin gute Noten, das spornte an, an weiteren Schauen teilzunehmen. Das Interesse anderer an dieser Rasse wurde größer. Und irgendwann wollte Angelika Präger es mit der Zucht doch versuchen.

"Hunde hatten wir auf dem Hof meiner Eltern schon immer, ich bin damit groß geworden. Das waren zumeist Schäferhunde. Ich habe mir später einen Kuvasz angeschafft, den wir aber aus gesundheitlichen Gründen einschläfern lassen mussten", blickt die Hundefreundin zurück. Sie ist von Beruf Ergotherapeutin, aber seit einigen Jahren zu Hause. Nach längere Pause kam Jack-Russel-Mix-Hündin Baggy zur Familie Präger. Sie verstehe sich mit Alexa bestens, meint die Halterin. Überhaupt habe sie vorher genau geprüft, welchen großen Hund sie sich anschafft. Er sollte unbedingt kinderlieb sein. Denn Prägers haben zwei Enkelkinder, die regelmäßig zu Besuch kommen. "Für mich sind die Leonberger charakterfeste und in sich ruhende Hunde, also absolut für eine Familie geeignet." Oft werde sie bei Spaziergängen - besonders gern am Schweriner See in Retgendorf - angesprochen und nach dem Namen der Rasse gefragt. Denn Leonberger seien nicht so oft anzutreffen. Sie würde sich freuen, wenn sich das ändert.

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