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Biosphaerium Elbtalaue in Bleckede : Die ersten Fische sind schon da

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Die insgesamt acht Aquarien der künftigen Aquarienlandschaft im Biosphaerium Elbtalaue sind aufgestellt und schon mit Wasser gefüllt. Es kommen noch Pflanzen dazu.

svz.de von
erstellt am 08.Apr.2011 | 10:37 Uhr

Noch schwimmen sie in den Quarantänebecken, Plötze, Stichlinge, Bitterlinge, ein veritabler Wels, Krabben, Karpfen und andere Flussbewohner. Sie müssen sich akklimatisieren. Doch die insgesamt acht Aquarien der künftigen Aquarienlandschaft im Biosphaerium Elbtalaue (ehemals Elbschloss) sind aufgestellt und schon mit Wasser gefüllt. "Es kommen noch Pflanzen dazu und wenn das fertig ist, ziehen die Fische um", erläuterte Axel Schlehmann vom Biosphaerium einer handvoll Teilnehmern der Jahresversammlung der Gemeinschaftsinitiative Elbefischerei (GI Elbefischerei), die das Angebot angenommen hatten, vor der Versammlung zu schauen, wie es aktuell in der Aquarienlandschaft aussieht.

Lebenswelt im Querschnitt der Elbtalaue wird gezeigt

Was hier, in Zusammenhang mit einer Biberanlage geschaffen wird, ist einmalig in Deutschland. Denn die gezeigten Fische und anderen Flussbewohner sind hier in der Elbe, in ihren Seitenarmen, in den Buhnenfeldern, in Bracks und Kuhlen zu Hause. Man kann sich einen Querschnitt durch die Elbtalaue an dieser Stelle vorstellen und bekommt dann die Fauna unter Wasser präsentiert. Eine Filteranlage sorgt dafür, dass die Fische immer frisches Wasser zur Verfügung haben. Sie ist so ausgelegt, dass das Wasser in einer Stunde fast vollständig ausgetauscht wird. Immerhin fasst das größte Becken über 30 000 Liter Wasser.

Der etwa zwölf Jahre alte Wels hat das Zeug zum Star der Anlage, er ist jetzt schon über einen Meter lang. Elbfischer Eckehard Panz hat ihn vor zwei Jahren in der Elbe gefangen und ihn bisher in einem Teich gehalten. Während dieser zwei Jahre hat das Tier mehr als zwei Kilo zugenommen. Der größte europäische Süßwasserfisch kann aber noch viel schwerer und größer werden, bis zu 50 Kilogramm. Nun befindet er sich in der Obhut von Zootierpfleger Sven Schulze.

Hinter der Aquarienlandschaft, die in der historischen Remise nun bald fertig gestellt sein wird, entsteht eine begehbare Biberburg mit Blick in den Biberkessel und einem großzügig, artgerecht ausgestatteten Lebensraum für die größten Nager. Hier befinden sich die Arbeiten leicht im Verzug. Im Obergeschoss der Remise gibt es zusätzlich noch Interessantes zu sehen und bei den Becken werden Computerterminals über die Beckenbewohner und ihren Lebensraum aufklären. Die feierliche Eröffnung der Anlage ist für Juni vorgesehen. "Wenn aber die Aquarienlandschaft schon fertig gestellt ist, die Biberanlage aber noch nicht, so werden wir den Teilbereich für Besucher schon öffnen", so Axel Schlehmann.

Die Projektkosten für die Erweiterung des Informationszentrums belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro, fast zwei Drittel davon trägt das Land Niedersachsen aus EU-Mitteln. Außerdem steuern die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Allianz-Umweltstiftung und die Metropolregion Hamburg ihren Teil dazu bei.

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