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Ludwigslust: Bauprojekt Lindenstraße : Die Angst vor Umsatzeinbußen

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Eine schöne, neue Lindenstraße, da haben die angrenzenden Geschäftstreibenden nichts gegen einzuwenden. Doch die dazu nötigen Bauarbeiten bereiten vielen Einzelhändlern Kopfzerbrechen.

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2011 | 10:00 Uhr

Für einige steht fest: In der Zeit, in der die Straße saniert wird, werden die Umsätze zurückgehen.

Lindenstraße 5: In diesem Haus befindet sich das Fotogeschäft von Heike Rank. Und es liegt in dem Teil der Straße, den die Planer der Stadt "Bauabschnitt zwei" nennen. 2012 soll dieses Stück der Lindenstraße komplett saniert und gestaltet werden. 2012, ein Jahr, dass der 45-jährigen Geschäftsfrau schon jetzt Sorgen bereitet. Gerade erst war sie im Papiergeschäft auf der anderen Straßenseite. Das Gesprächsthema: Straßenneubau. "Ich hoffe nur, dass es keine Vollsperrung geben wird, denn das kann sich hier kein Geschäft leisten", sagt Heike Rank. Noch wisse sie nicht, wie lange die Bauarbeiten vor ihrem Geschäft dauern werden, doch Umsatzeinbußen halte sie für wahrscheinlich. "Im schlimmsten Fall könnte es existenzbedrohend werden", sagt Heike Rank, spricht dann von fehlenden Parkplätzen und davon, dass die Fixkosten für ihr Geschäft weiterlaufen werden. Auch Kathrin Kisselbach, die schräg gegenüber die seit 2009 das Schmuck- und Uhrengeschäft ihrer Eltern betreibt, glaubt, dass es in der Bauphase schwierig werden wird. "Die Leute mögen es gern bequem, wollen vor der Tür parken. Das wird dann wohl nicht mehr möglich sein", sagt die 35-Jährige, die ebenfalls mit Umsateinbußen während der Bauarbeiten rechnet.

Optikerin Sabine Boddien sieht dem Lindenstraßenumbau zwar gelassen entgegen, aber auch die 45-Jährige geht davon aus, dass es eine Weile ruhiger in ihrem Geschäft zugehen könnte. "Viele unsere Kunden sind älter und kommen vom Land. Sie sind auf ein Auto angewiesen und wollen natürlich auch gerne vor unserer Tür einen Parkplatz finden." Für Manfred und Johanna Illner vom gleichnamigen Elektrofachgeschäft in der Lindenstraße 33 steht fest: "Der Umbau der Straße ist längst überfällig". Illners Geschäft liegt im ersten Bauabschnitt, der noch in diesem Jahr umgestaltet werden soll. "Ich warte nur auf den Tag, wann diese alte DDR-Lampe umfällt", sagt Manfred Illner und zeigt auf einen Lichtmast, an dem schon der Rost angesetzt hat. "Die gibt es hier im Stadtbild sonst nirgendwo mehr", ist er sich sicher. Natürlich rechne er mit Einschränkungen, aber auch während der Umbauzeit werde es ja wohl Zuwege geben. "Wir müssen abwarten, ob der Umsatz zurückgeht, aber unsere Stammkunden werden den Weg zu uns finden", sieht Manfred Illner unaufgeregt in die Zukunft.

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