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Weymouth: Segler aus Mecklenburg-Vorpommern behaupten sich : Deutsche Starboote belauern sich

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Mit einem zehnten, 17. und 20. Platz starteten die Segler aus MV in die Olympia-Qualifikation. Beim ISAF Sailing World Cup in Weymouth konnten sich Schlonski und Bohn bestens verkaufen.

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erstellt am 15.Jun.2011 | 12:08 Uhr

Mit einem zehnten, 17. und 20. Platz starteten die Segler aus Mecklenburg-Vorpommern in die Olympia-Qualifikation. Beim ISAF Sailing World Cup im britischen Weymouth konnten sich Alexander Schlonski und Matthias Bohn (Rostock) im Star, Franziska Goltz (Schwerin) im Laser Radial sowie Jan Kurfeld (Wismar) im Finn Dinghy auf dem Strömungsrevier bestens verkaufen. Die zweite Qualifikationsregatta beginnt bereits in wenigen Tagen im Rahmen der Kieler Woche.

Schwerinerin Franziska Goltz schlug sich als Zehnte toll

Als Auftakt-Regatta der dreiteiligen deutschen Olympia-Qualifikation, dazu noch auf dem Revier der olympischen Spiele 2012, war die "Skandia Sail for Gold Regatta" in Weymouth kein normaler World Cup. Für die deutschen Segler ging es auch um Wertungspunkte für die interne Olympia-Qualifikation. Eine starke Serie legte insbesondere Franziska Goltz aus Schwerin im Laser Radial hin, die gleich mit einem Wettfahrtsieg in die Regattaserie startete. In den Ergebnislisten durchweg in den Top Ten, startete sie als Achte in das Medalrace und konnte sich am Ende Rang zehn sichern. Ähnliche Leistungen bei der Kieler Woche könnten für sie schon das Ticket zu den Olympischen Spielen bedeuten.

In anderen Klassen taten sich die Deutschen jedoch schwerer auf dem späteren Olympiarevier. Für Spannung sorgten hier vor allem die Starboot-Crews. Denn gleich vier Boote kämpfen um das deutsche Olympia-Ticket. Aus Weymouth konnten jedoch nur die Rostocker Alexander Schlonski/Matthias Bohn (Rang 17) und die Berliner Robert Stanjek/Frithjof Kleen (Rang 19) vier bzw. zwei magere Pünktchen mitnehmen. "Wir müssen mit unserer Platzierung zufrieden sein, wobei es insgesamt gesehen natürlich nicht berauschend ist. Unser Problem war, dass wir uns zu sehr auf unsere deutschen Konkurrenten konzentriert und dabei das übrige Feld aus den Augen verloren haben", analysiert Schlonski nüchtern. Doch blicken sie zuversichtlich auf die zweite Qualifikationsregatta im Rahmen der Kieler Woche: "Viele internationale Topsegler legen da eine Pause ein, so dass es für die deutschen Crews leichter sein dürfte, Punkte zu sammeln", hofft Schlonski.

Finn-Mann Kurfeld: Anfänglich Probleme mit dem Leichtwind

Vor allem mit sich selbst hatte hingegen Jan Kurfeld in der Bootsklasse Finn Dinghy zu kämpfen: "Ich bin erst sehr spät in die Regatta reingekommen, hatte bei den Leichtwindbedingungen am ersten Tag echt Pech. Doch dann lief es immer besser und ich habe am Ende zu meiner alten Stärke zurückgefunden", blickt der Wismarer optimistisch nach vorne. Die Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Nadine Stegenwalner, zog am Ende eine positive Bilanz: "Es war ein harter und wichtiger Test auf dem Olympiarevier. In manchen Disziplinen haben sich unsere Segler hervorragend präsentiert. Aber auch die weniger guten Ergebnisse in einigen anderen Klassen haben uns wichtige Erkenntnisse gebracht, die wir in die nächsten Trainingsmaßnahmen einfließen lassen."

Das Sahnehäubchen setzte der 24-jährige Lübecker Simon Grotelüschen mit dem Finalsieg bei den Lasern. Damit kam er in seiner Disziplin auf den vierten Platz der Gesamtwertung. Philipp Buhl (Sonthofen) erreichte zwar nur Rang zehn, im Gesamt-Ranking kam er auf Platz sieben der ursprünglich 124 gestarteten Einhandjollen.

Das 470er Duo Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher aus Hamburg wurde Gesamt-Neunte. Paralympics-Sieger Heiko Kröger aus Kiel segelte in der Klasse 2.4mR auf Platz fünf.

Bereits ab 18. Juni ruft die Kieler Woche.

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