Der Weg zum Friedhof

von
06. November 2008, 08:00 Uhr

Gebühren immer höher
Beerdigungen in Deutschland werden immer teurer. Mit rund 6000 Euro müssen Angehörige nach Angaben der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas rechnen. Dabei sind die Kosten der Kommunen und Städte stärker gestiegen als die Preise für Sarg oder Grabmal – seit 2005 im Schnitt um 300 Euro.

6000 Euro fürs Grab
Maximal 3000 Euro will jeder dritte Deutsche für seine letzte Ruhestätte ausgeben. Nur knapp jeder Vierte kann sich vorstellen, mehr als 6000 Euro zu berappen. Das ergibt eine Umfrage von Emnid. Tatsächlich schlägt im deutschlandweiten Vergleich eine Bestattung durchschnittlich mit 6000 Euro zu Buche – ohne Grabstein, Friedhofsgebühren und Grabpflege.

Ungleiche Liegedauer
Neben den Kosten ist auch die Mindestdauer für Grabnutzung von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich. Zwischen zehn und dreißig Jahren verpachten
Betreiber ihre Grabflächen.

Freie Auswahl
Auch wenn das Sozialamt für die Bestattungen aufkommen muss, bleibt Hinterbliebenen dennoch die Wahl, ob es eine Feuer- oder Erdbestattung werden soll. Das Sozialgesetz macht hier keine Einschränkungen, sondern schreibt den Ämtern eine Kostenübernahme für eine „ortsübliche“ Bestattung vor.

Konkurrenz fehlt
Anders als bei Bestattern herrscht zwischen Friedhöfen keine Konkurrenz. So müssen Betreiber weniger streng auf ihre Kosten achten. Dennoch schreibt ihnen das Gesetz vor, dass sie keine Gewinne einfahren dürfen und Kosten deckend
arbeiten müssen.

Leichenwagen
Jeder Leichenwagen ist eine Spezialanfertigung und deshalb teurer als normale Serienmodelle. Die Karosserie ist länger und der Sargraum von der Fahrgastzelle abgetrennt – möglichst geruchsdicht. Der Wagen muss zudem spezielle Sicherheitsanforderungen erfüllen. So ist beispielsweise vorgeschrieben, dass der Sarg richtig befestigt wird und hier keine Sitzgelegenheiten vorhanden sein dürfen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen