Der Umgang mit dem hochradioaktivem Abfall

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07. September 2010, 07:39 Uhr

Radioaktive Abfälle entstehen in Industrie, Medizin und Forschung sowie bei der Nutzung der Kernkraft zur Stromerzeugung.

Mehr als 90 Prozent des Atommülls in Deutschland sind schwach- oder mittelradioaktiv – nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mittlerweile mehr als 120 000 Kubikmeter. Zum großen Teil lagern sie in der Schachtanlage Asse (Niedersachsen) oder in einem Salzstock in Morsleben (Sachsen-Anhalt). Die Versenkung im Meer wurde 1984 gestoppt, da die Behälter nur für wenige Jahrzehnte Sicherheit boten.

Die Endlagerung von stark strahlendem Atommüll ist weltweit ungelöst. Deutsche Atommeiler produzieren jährlich 450 Tonnen davon, doch ein Endlager für abgebrannte, hochradioaktive Brennstäbe gibt es bisher nirgends.

Brennelemente können nur wenige Jahre genutzt werden. Bis 2005 wurden sie nach einjähriger Abkühlung im Wasserbecken zur Wiederaufarbeitung nach La Hague (Frankreich) oder Sellafield (Großbritannien) transportiert. Die dabei entstehenden Rückstände müssen zurückgenommen werden. In so genannten Castor-Behältern verschlossen, lagern sie unter anderem im Zwischenlager Gorleben (Niedersachsen).

Der hochradioaktive Müll muss für die unvorstellbar lange Zeit von bis zu einer Million Jahren endgelagert werden. Bei Caesium beträgt die Halbwertszeit 30 Jahre, beim Plutonium 24 000 und bei Uran bis zu 4,5 Milliarden Jahre.

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