Profi-Boxer Sebastian Zbik : Der Traum von Amerika wird doch noch wahr

Gürtel zum Tausch: Interims-Weltmeister Sebastian Zbik erhält jetzt doch  endlich die schon lange versprochene Chance, den Titel eines regulären Champions zu erobern.dpa
Gürtel zum Tausch: Interims-Weltmeister Sebastian Zbik erhält jetzt doch endlich die schon lange versprochene Chance, den Titel eines regulären Champions zu erobern.dpa

Nach monatelangem Gezerre und Geschiebe hinter den Kulissen wird für Profi-Boxer Sebastian Zbik der große Traum von einem Kampf in Amerika doch noch wahr.

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10. November 2010, 11:51 Uhr

"Ich bin sehr, sehr froh, dass der Kampf endlich in Sack und Tüten ist. Verdient habe ich mir das ja schon lange, schließlich bin ich seit fast eineinhalb Jahren Interims-Weltmeister", sagte der 28 Jahre alte Schweriner gestern.

Zbik hatte sich den Interims-Titel des WBC im Juli 2009 auf dem Nürburgring mit einem Punktsieg über Domenico Spada (Ita) erkämpft und war damit eigentlich Pflichtherausforderer des damaligen Weltmeisters Kelly Pavlik. Die Ränkespiele der Offiziellen verhinderten aber ein Duell. "Das ganze Hickhack hat schon sehr genervt", bekannte der Profi, der am 31. Juli zuletzt im Ring gestanden hat. Bei der letzten gemeinsamen Veranstaltung von Universum und ZDF bezwang er dabei den Argentinier Jorge Sebastian Heiland in Hamburg klar nach Punkten.

In der Folge ließ Zbik nichts unversucht, um sich sein großes Ziel zu erfüllen. In der vergangenen Woche war der in 30 Kämpfen ungeschlagene Profi extra selbst zum WBC-Kongress nach Mexiko gereist. "Das war ein ganz tolles Erlebnis: tolle Leute, tolles Ambiente. Als ich mich verabschiedete, wurde der Kongress sogar unterbrochen und alle applaudierten mir", berichtete der Schweriner, der seit sechs Jahren in Hamburg lebt und trainiert.

Die Werbetour hinterließ offenbar Eindruck. "Es war gut, dass ihn das gesamte Board der WBC kennenlernen konnte. Unser Eindruck ist, er ist ein guter Champion innerhalb und außerhalb des Rings", sagte WBC-Generalsekretär Mauricio Sulaiman.

Der Schützling von Trainer Artur Grigorian muss auf die größte Herausforderung seiner Karriere allerdings noch warten. Die WBC bestimmte, dass der Sieger aus dem Duell zwischen Martinez und dessen Herausforderer Paul Williams (USA), das am 20. November in Atlantic City steigt, bis zum März 2011 gegen Zbik antreten muss. "Der Sieger muss sich Interims-Champion Sebastian Zbik stellen. Somit freue ich mich auf zwei Topfights in den nächsten Monaten", sagte Sulaiman.

Zbik ist zufrieden. "Wenn man ein so großes Ziel vor Augen hat, kommt es auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht an. Ich werde die Zeit nutzen und bestens präpariert sein, egal ob der Gegner dann Martinez oder Willimas heißt", versicherte der gebürtige Neubrandenburger, der als Amateur deutscher Meister und EM-Dritter war.

Zwischendurch hatte der WBC Julio Cesar Chavez Jr. (Mex) als Pflichtherausforderer von Martinez benannt, machte diese Entscheidung auf dem Kongress in Cancun/Mexiko nun aber wieder rückgängig.

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