zur Navigation springen

Das "Krümelmonster" hält Wort : Der Keks ist wieder da!

vom

So richtig böse kann Firmenchef Werner M. Bahlsen dem "Krümelmonster" wohl kaum sein: Der unbekannte Dieb hat sein Flehen erhört und den vom Gebäckhersteller vermissten goldenen Keks wieder auftauchen lassen.

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2013 | 07:23 Uhr

Hannover | So richtig böse kann Firmenchef Werner M. Bahlsen dem "Krümelmonster" wohl kaum sein: Der unbekannte Dieb hat sein Flehen erhört und den vom Gebäckhersteller schmerzlich vermissten goldenen Keks wieder auftauchen lassen. Für die Rückgabe des Wahrzeichens wählte der Entführer einen repräsentativen Ort: Der 20 Kilogramm schwere goldene Leibniz Keks hing gestern Morgen um den Hals des prächtigen Pferdedenkmals vor der Leibniz Universität Hannover - verziert mit einer roten Schleife.

Ein Kriminaltechniker und ein Feuerwehrmann holten den Keks per Feuerleiter aus rund fünf Meter Höhe vom Sachsenross herunter. Dabei trug der Polizist Gummihandschuhe und einen Mundschutz. Spezialisten untersuchten danach, ob es sich bei dem Fundstück tatsächlich um das 100 Jahre alte Kunstwerk handelt, das im Januar von der Fassade des Unternehmenssitzes gestohlen wurde. "Augenscheinlich ist es dieser Keks", sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Damit ist die "Krümelgate"-Affäre noch nicht beendet. Völlig unklar ist, wer hinter der Entführung des Firmen-Symbols und den zwei Bekennerschreiben des angeblichen Krümelmonsters steckt. Spekulationen, dass Bahlsen den Keks-Klau als Marketing-Gag eingefädelt habe, wies der Firmenchef stets zurück. Auch internationale Medien berichteten über den Fall. Bahlsen wird nichts dagegen gehabt haben.

Mittlerweile sieht die ganze Sache eher wie ein Studenten-Ulk aus. "Bei allem Charmanten, was diese Geschichte auch hat, es handelt sich um eine Straftat - die würde ich unseren Studenten natürlich nicht zutrauen", sagte Uni-Sprecherin Mechtild Freiin von Münchhausen.

Wann der goldene Keks wieder an seinen angestammten Platz an der Fassade zurückkehrt, ist offen. Über die Freigabe müsse die Staatsanwaltschaft entscheiden, sagte Polizeisprecher Hilgenberg. Die Spurensicherung laufe noch. Die Akten werden noch nicht geschlossen. "Wir ermitteln weiterhin wegen des Verdachts der versuchten Erpressung", betonte der Sprecher.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen