Der Buntmetall-Hirsch kehrt zurück

Der Bronzene Hirsch steht wieder auf seinen Beinen. Doch noch ist die Reparatur in der Berliner Bildgießerei Noack nicht beendet. Foto: Isabella Mannozzi
Der Bronzene Hirsch steht wieder auf seinen Beinen. Doch noch ist die Reparatur in der Berliner Bildgießerei Noack nicht beendet. Foto: Isabella Mannozzi

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10. April 2008, 07:31 Uhr

Friedrichswalde - Buntmetalldiebe hatten die bronzene Statue im vergangenen Sommer von seinem Sockel vor dem Mausoleum in Friedrichswalde gehoben, zerlegt und in Schwerin als Schrott verkauft. Wie berichtet, flog die Aktion auf und der überglückliche Eigentümer, die Familie von Wedekind, erhielt die Statue zurück. Für Carlow von Wedekind war klar, dass der Bronzene Hirsch dorthin zurück kehren sollte, wo er 93 Jahre lang stand: auf den Sockel vor das Mausoleum.

Bis es aber soweit ist, muss die Statue aufwändig repariert werden. Für Familie von Wedekind gab es dafür nur eine Werkstatt: die Gießerei Noack in Berlin. Dort war das Kunstwerk 1912 gegossen worden. In die Statue wurden inzwischen u. a. eine Edelstahlkonstruktion eingebaut und auch sämtliche Schrauben gegen Edelstahlschrauben ausgewechselt. Auch die von früheren Einschüssen stammenden Löcher wurden beseitigt, erklärte Herrmann Noack senior in einem Gespräch mit SVZ. „Der Hirsch steht zwar wieder auf seinen Beinen, aber wir haben unsere Arbeiten noch nicht beendet. Doch noch ist auch ein wenig Zeit“, sagt Noack senior.

„Am 24. Mai ab 14 Uhr wollen wir in Friedrichswalde die Einweihung des Bronzenen Hirsches feiern“, kündigt Gustav-Adolf Brosemann, Revierförster im Privatforst von Wedekind, an. Er gehört, wie auch der Kulturausschuss der Gemeinde und Bürgermeister Peter Davids, zu einer Vorbereitungsgruppe, die sich in dieser Woche erstmals getroffen hatten. „Die Warnowtaler und die Dabeler Müllerburschen hatten sich seinerzeit bereit erklärt, bei der Einweihung der Statue zu spielen. Darauf würden wir jetzt gern zurück greifen“, meint Brosemann. Fest steht schon, dass die Jagdhornbläsergruppe Weiße Krug auftritt.

„Und natürlich gibt es an diesem Nachmittag auch Informationen über die Geschichte des Mausoleums zu erfahren“, meint der Revierförster. Bei dem großen Interesse, das es an dem Bronzenen Hirsch in der Bevölkerung gibt, könnte es allerdings mit Parkplätzen am 24. Mai eng werden. „30 Plätze stehen zur Verfügung. Die Forst reguliert das Parken, trotzdem wird es problematisch. Deshalb meine Bitte, wenn möglich, sollten Gäste mit dem Fahrrad kommen oder Fahrgemeinschaften bilden“, so Gustav-Adolf Brosemann.

Auf den 24. Mai freuen sich natürlich auch Sigrid und Carlo von Wedekind. „In der Gießerei selbst waren wir nicht. Aber wir haben Fotos gesehen. Wir sind froh, dass bei der Reparatur auch gleich die alten Einschusslöcher beseitigt wurden. So ist die Gefahr, dass Wasser in die Statue eindringen kann, gebannt“, sagt Sigrid von Wedekind.

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