zur Navigation springen

Speerwerfer Mark Frank aus Groß Grenz : Den Blick auf den einen Punkt richten

vom

Es sind die letzten Stunden vor dem Abflug nach San Diego. Speerwerfer Mark Frank entspannt sich. In den USA will der 33-Jährige in den nächsten drei Wochen im wahrsten Sinne des Wortes Kraft tanken.

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2011 | 11:31 Uhr

Es sind die letzten Stunden vor dem Abflug nach San Diego. Speerwerfer Mark Frank entspannt sich noch einmal inmitten seiner Familie, spielt mit seinen beiden Söhnen Erik und Jannik Fußball, arbeitet ein bisschen im Garten, um dann ab heute in die nächste Phase seiner Saisonvorbereitung zu gehen. In den USA will der 33-Jährige in den kommenden drei Wochen im wahrsten Sinne des Wortes Kraft tanken. Kraft, die er braucht, um seine sportlichen Ziele in diesem Jahr zu erreichen.

Und die sind hoch gesteckt. So will er an den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu teilnehmen, die vom 27. August bis zum 4. September stattfinden werden. Das ist der sportliche Höhepunkt in dieser Saison. "Ich hoffe,

dass ich die WM-Norm von 82,50 Metern dafür rechtzeitig schaffe", sagt Mark Frank, der in Groß Grenz zu Hause ist. Es wäre seine dritte WM-Teilnahme. Bei den letzten beiden Championaten in Helsinki und in Berlin belegte er jeweils den achten Platz. Und auch seine Bestleistung von 84,88 Meter, die 2005 erreichte, spricht dafür, dass er auch in diesem Jahr den sportlichen Kampf mit den besten Speerwerfern der Welt aufnehmen kann.

Kraft, Schnelligkeit und Technik in Einklang bringen

Und dabei hätte die sportliche Karriere des Deutschen Meisters von 2009 und Europacupsiegers von 2005 und 2009 beinahe eine andere Richtung genommen. "Ja, das stimmt. Mit zwölf Jahren bin ich zur Sportschule nach Neubrandenburg delegiert worden und habe dort drei Jahre bei den Springern trainiert. Trotz Wurftalents wollten die Werfer mich nicht haben", erinnert sich Mark Frank.

Doch sein Talent setzte sich durch. Mit 15 wechselte er in die Wurf/Stoß-Gruppe von Gerald Bergmann, wo er neben dem Speerwerfen auch Kugelstoßen trainierte. Am Ende wurde es der Speer, der den 1,87 Meter großen Modellathleten bis heute als Arbeitsgerät erfolgreich begleitet. "Toll ist es immer zu sehen, wenn der Speer einen möglichst langen Flug hinter sich bringt. Aus

Sicht des Athleten ist im Idealfall nur ein Punkt von hinten zu sehen.

Das kommt leider noch zu selten vor. Das eigentlich Spannende ist aber die Kraft, die Schnelligkeit und vor allem die Technik so in Einklang zubringen, dass dieser "Punkt" häufiger zu sehen ist. Diese Herausforderung lässt mich aber manchmal auch verzweifeln", sagt Mark Frank.

Entspannung findet der Sportler bei seiner Familie

Dass dieser Umstand in den nächsten Wochen und Monaten hoffentlich so wenig wie möglich vorkommt, dafür trainiert er derzeit sehr hart mit seinem Trainer Ralf Skopnik. Beide bilden beim 1. LAV Rostock bereits seit 1997 ein erfolgreiches Gespann. Und wer weiß, vielleicht schaffen sie ja auch nach der WM noch den Sprung zu den Olympischen Sommerspielen in London. "Für

mich würde damit ein Traum in Erfüllung gehen", sagte Mark Frank.

Entspannung zwischen Trainingslagern und Wettkämpfen findet er vor allem zu Hause bei seiner Familie. "Jetzt, wo es wieder wärmer wird, ruft der Garten. Zu Hause gibt es immer etwas zu tun. Außerdem beginnt ab April die Motorradsaison, worauf ich mich schon besonders freue. Gelegentlich gehe ich auch mit den Jungs angeln oder wir unternehmen alle zusammen etwas anderes. Doch Sport zieht sich wie ein roter Faden durch unser Leben."

Neben WM und Olympia hat sich Mark Frank für die Zukunft auch noch zwei andere Ziele gesetzt. Zum einen will er in diesem Jahr Deutscher Meister

werden und zum anderen seine persönliche Bestleistung verbessern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen