Deich-Rückverlegung: Akzeptanz steigt

Durch die Deichrückverlegung entwickelt sich eine neue Auenlandschaft.hanno taufenbach
Durch die Deichrückverlegung entwickelt sich eine neue Auenlandschaft.hanno taufenbach

von
26. April 2010, 06:54 Uhr

Lenzen | Die Akzeptanz des Naturschutzprojektes Lenzener Elbtalaue ist im Vergleich zum Jahre 2004 deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Fachhochschule Eberswalde in einer im Lenzener Rathaus präsentierten Studie.

Für diese wurden 51 Personen aus verschieden Bereichen wie Politik, Tourismus, und Landwirtschaft befragt, die von dem Naturschutzprojekt betroffen sind. Für die Erhebung wurden wichtige Funktionsträger, wie etwa Amtsleiter oder Verbandsführer, die Meinungen bündeln und selbst als Multiplikatoren fungieren, ausgewählt.

Negativ bewertet wird das Projekt vor allem von Landwirten, fasste Studienleiter Dr. Horst Luley zusammen. Vier Arbeitsplätze seien durch die für die Wiederherstellung der Auenlandschaft notwendige Elbüberflutung weggefallen. Betroffen seien zwei Betriebe sowie ein Gesamtgebiet von rund 440 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Laut Erhebung werde jedoch die für den Flächenverlust gezahlte Pachtablöse von dem hauptsächlich betroffenen Betrieb als angemessen bezeichnet, so Luley.

"Insgesamt stößt das Projekt aber auf Zustimmung", erklärte er weiter. Im Bereich Tourismus sei eine positive Tendenz erkennbar: Sowohl die Zahl der touristischen Leistungsanbieter als auch deren Kapazitäten, wie zum Beispiel die Zahl der Betten, habe deutlich zugenommen. Befragte Personen aus Verwaltung, Fachbehörden und Verbänden führten diesen Zuwachs größtenteils auf das Naturschutzgroßprojekt zurück. Einen Beweis für diesen direkten Zusammenhang gebe es aber nicht, räumten die Autoren in der Studie ein.

Zusätzlich zur Befragung sprachen die Wissenschaftler Empfehlungen an den Projektträger Burg Lenzen e.V. und an die betroffenen Vertreter des Gemeinwesens aus. Den Entscheidungsträgern legen sie nahe, das Umweltschutzvorhaben offensiv zu kommunizieren - mittels Internet, über Medien und Gästeführer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen