Gewerkschaft: Nicht nur Junglehrer verbeamten : Debatte um Verbeamtung

Die Beamten-Gewerkschaft dbb hat Bildungsminister Henry Tesch aufgefordert, neben Berufsanfängern auch Lehrer zu verbeamten, die schon im Dienst sind.

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22. Dezember 2010, 10:48 Uhr

Zudem müsse jungen Pädagogen, die sich bereits in einem anderen Bundesland verbeamten ließen, die Rückkehr mit diesem Status nach Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht werden, forderte der dbb-Landesvorsitzende Dietmar Knecht gestern.

Mit Blick auf die später vom Staat zu zahlende Pension kann in Mecklenburg-Vorpommern bis zum 40. Lebensjahr verbeamtet werden, in Ausnahmefällen auch noch später, wie er sagte. Das sehe die allgemeine Laufbahnverordnung vor, die auch den Zweig Bildung einschließe. Minister Tesch könne nun eine Laufbahnverordnung für die Lehrer erlassen.

Knecht räumte ein, dass es Schwierigkeiten geben könnte, den älteren Lehrern zu erklären, dass junge Leute den begehrten Beamtenstatus bekommen, während sie aus Rücksicht auf überzählige Kollegen nach dem Geburtenknick jahrelang Teilzeit mit erheblichen Einkommenseinbußen in Kauf nahmen. Im Vordergrund müsse aber der Blick in die Zukunft mit den demografischen Herausforderungen stehen, forderte Knecht.

Teschs Vorschlag zur Verbeamtung von Junglehrern ab 2012 war beim Koalitionspartner SPD und der Opposition auf Kritik gestoßen. Der Bildungsminister hält diesen Schritt für notwendig, um Nachwuchspädagogen im Land zu halten. Ihnen müsse im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern ein attraktives Angebote gemacht werden, hatte er gefordert. Unterstützung erhielt er aus der CDU-Landtagsfraktion. Es gehe darum, für Kinder und Jugendliche, die die Schule in MV besuchen, die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, betonte der Abgeordnete Marc Reinhardt.

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