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Rehnaer Schüler mit dem Angelkutter auf Ostseetour : Dauerregen, Sturm und Dorsche

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Nach schweißtreibender Arbeit auf den Radegastwiesen, an der Fischtreppe und am Bauteich ging es "schwer bewaffnet" mit Beifängern, Ruten und allerlei bunten Pilkern zum Dorschangeln.

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erstellt am 12.Jul.2011 | 11:52 Uhr

Dunkelgrau war der Himmel über Rehna und Starkregen prasselte auf die Autodächer. Eine kleine Schar von Rehnaer Petrijüngern machte sich zu noch nächtlicher Stunde auf den Weg in Richtung Ostsee. Von langer Hand vorbereitet war es endlich soweit und dann solch ein Wetter. Aber es gab kein Murren und Kneifen, alle wollten dabei sein. Kurz vor Ferienbeginn und nach schweißtreibender Arbeit auf den Radegastwiesen, an der Fischtreppe und am Bauteich ging es "schwer bewaffnet" mit Beifängern, Ruten und allerlei bunten Pilkern zum Dorschangeln. Jungangler von der 5. bis zur 9. Klasse waren harmonisch vereint.

Angekommen in Heiligenhafen wurde sogleich der Angelkutter "Klaus Peter" gestürmt. Zügig nahmen Schüler und Betreuer ihre Plätze ein und bauten das Angelgeschirr zusammen. Dann ging es in die Angelläden, schließlich musste die persönliche Ausrüstung auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Freundlicherweise stiftete "Kott Angel- und Freizeitzubehör" - wie schon im vergangenen Jahr - einen Pokal. Es ging um den Titel "Schüler-Dorschkönig 2011".

Dorschangler trotzten Sturm und Regen

Als die grauen Wolken hellgrau wurden, legte allein der Angelkutter "Klaus Peter" ab und dann ging es bei stür mischem Regenwetter durch die Ostseewogen. Alle blieben standhaft, keine Seekranken. Böen zwischen den Windstärken sieben und acht zwangen Kapitän Nagel zur Fahrt unter der Fehmarn Sundbrücke hindurch. Es wurde also unter Land geangelt. Dann endlich das lang ersehnte Signal - die Pilker glitten in die Ostseefluten. Mit Ausdauer und Geschick wurden die Fisch-Imitate aus Metall über dem Grund bewegt und es dauerte gar nicht lange, da hingen die ersten Dorsche auch schon am Drilling. Florian Kollatz aus der 5.Klasse hatte den ersten Dorsch an der Angel und trotz des Wetters sollte es nicht der letzte gewesen sein. Aber dann bog sich die Angel von Patrick Schneider aus Brütz kow besonders kräftig und mit seinem 67 Zentimeter Dorsch stand der Sieger des Tages fest. Mit großer Freude nahm der Fünftklässler den Pokal in Empfang und wird sich noch lange an den schönen Tag erinnern. Schon im Jahr zuvor hatte sein Bruder Pascal den Titel "Dorschkönig" erkämpft. Der Pokal bleibt also in den Händen der Gebrüder Schneider aus Brützkow.

Übrigens waren Mutter, Vater und Bruder mit an Bord und waren rundum zufrieden mit dem erlebnisreichen Tag. Mutter Katrin Schneider: "Es war echt toll, auch wenn es mir nicht so gut ging. Vielleicht ist beim nächsten Mal weniger Wind". Fast alle kamen zum Erfolg und hatten Dorsche an der Angel. Patrick Schneider und Dominic Onischke waren mit jeweils vier Fischen die erfolgreichsten Schüler. Aber auch die Betreuer angelten wieder mit und hier lag souverän der ehemalige Lehrer Peter Schulze mit 13 maßigen Dorschen deutlich in Front. Verschiedene Altersstufen lernten sich beim Abenteuer Ostseeangeln kennen, nahmen Rücksicht und halfen einander. Auch die Rückfahrt auf der Ostsee verlief ganz nach dem Motto: Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist windig. Aber Kapitän Nagel hatte alles im Griff und brachte alle "heil" nach Heiligenhafen, von wo aus alle gesund und munter in der mecklenburgischen Heimat landeten und es sich bei leckerem Fischfilet zum Abendbrot schmecken ließen. Abschließend möchten sich alle Schüler nochmals bei Daniel Onischke (Demern), Sigurd Schneider (Brützkow), Peter Schulze (Kasendorf), Torsten Gumz (Rehna), Hausmeister Norbert Schelinsky (Holdorf), Nico Karrasch (Nesow), Enrico Kösling, Stefan Kösling (Demern) und Torsten Richter für die gute angeltechnische Betreuung bedanken. Für die finanzielle Unterstützung zur Durchführung des Angeltörns bedanken sich die Schüler und Betreuer ausdrücklich beim Angelverein Radegasttal-Rehna e.V.. Ein kräftiges Händeschütteln geht weiterhin an Kapitän Nagel, der für die Rehnaer reichlich Platz auf seinem Kutter reserviert hatte und mit der gezeigten Angelleistung zufrieden war. So das es vielleicht auch im nächsten Jahr wieder heißt: Auf zum Kutterangeln mit "Klaus Peter".

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